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Sertolizell-Tumor

Synonyme: Sertolizell-Hodentumor, Sertolizelltumor

1 Definition

Der Sertolizell-Tumor ist ein seltener, potentiell hormonproduzierender Hodentumor, der von den Sertoli-Zellen des Hodens ausgeht. Er gehört zu den Keimstrang- und Stromatumoren.

2 Epidemiologie

Sertolizell-Tumoren machen etwa 0,5 bis 1,5 % der Hodentumoren aus. Ein Erkrankungsgipfel wie bei anderen Hodentumoren fehlt. Etwa 1/3 der Patienten sind Kinder unter 10 Jahren.

3 Ätiologie

Die Ätiologie ist unklar. Es besteht eine Assoziation mit testikulärer Feminisierung, dem Peutz-Jeghers-Syndrom und dem Carney-Komplex.

4 Pathohistologie

Makroskopisch ist der Tumor meist gut abgegrenzt, aber morphologisch sehr variabel. Er hat eine weißliche bis grau-gelbliche Schnittfläche. Mikroskopisch finden sich epitheliale und bindegewebige Tumoranteile, die Abgrenzung vom Seminom kann in einigen Fällen schwierig sein. Hinweise auf eine Malignität sind:

5 Dignität

Die Mehrzahl der Sertolizell-Tumoren sind benigne Geschwülste, die auf den Hoden beschränkt sind. Das Risiko einer malignen Transformation mit Metastasierung steigt mit zunehmender Tumorgröße. In etwa 10% der Fälle kommt es zu einer malignen Transformation.

6 Pathophysiologie

Sertolizell-Tumoren produzieren potentiell Geschlechtshormone.

7 Symptome

8 Diagnostik

9 Therapie

Die Therapie besteht aus der operativen Entfernung des Hodens (Orchiektomie). Kleinere Tumoren können ggf. organerhaltend enukleiert werden, wobei dann die Gefahr eines Lokalrezidivs besteht. Die Dignität des Tumors muss intraoperativ mit einer Schnellschnittuntersuchung bestätigt werden.

In Abhängigkeit vom Tumorstadium können ergänzend Chemotherapie und Bestrahlung zum Einsatz kommen. Aufgrund der geringen Fallzahl ist deren Nutzen allerdings nicht klar quantifizierbar. Die Prognose bei fortgeschrittenem Tumorstadium ist meist schlecht.

Fachgebiete: Urologie

Diese Seite wurde zuletzt am 31. März 2021 um 10:48 Uhr bearbeitet.

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