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Reisemedizin

1 Definition

Die Reisemedizin ist eine Teildisziplin der Humanmedizin, die sich mit sämtlichen Fakten, der Bekämpfung und Erforschung von Erkrankungen befasst, die im Rahmen von Reisen entstehen können. Dabei geht es primär um eine Prophylaxe, die durch eine umfassende Impfung vor einer Reise von statten gehen sollte. Des Weitern umfasst die Reisemedizin auch die Entwicklung und Anwendung von diagnostischen Maßnahmen und Therapien zur Identifikation und Behandlung von reisetypischen Krankheitsbildern.

2 Entwicklung

Durch die Weiterentwicklung der Reisemöglichkeiten in technischer Hinsicht und dem allgemeinen Trend zur Globalisierung hat der internationale Reiseverkehr in den vergangenen 20 Jahren extrem zugenommen. Nicht nur die Anzahl der Reisen hat sich erhöht, auch die durchschnittliche Entfernung der Reiseziele hat sich extrem verändert. Die Anzahl der Fernreisen ist heute signifikant höher, als sie dies noch Anfang der 1990er Jahre war. Dies bringt neue Herausforderungen für die Reisemedizin mit sich, da durch die entfernteren Reiseziele auch eine neue Generation von Erkrankungen Einzug hält. Es geht v. a. um Infektionen, die vorher in der medizinischen Versorgung in Deutschland und dem weitern Mitteleuropa eine eher untergeordnete Rolle gespielt haben. Paradebeispiel hierfür ist die Malaria, die in nicht geringem Ausmaß in zahlreichen weit entfernten, tropischen Ländern weit verbreitet ist. Prinzipiell stellen Reisen in tropische Regionen auf der Erde ein besonders hohes Risiko einer Erkrankung mit sich. Statistisch gesehen erkranken über 40 % der Menschen, die einmal oder mehrmals in die Tropen reisen, an einer für diese Region typischen Krankheit. Rund 12 % von ihnen müssen ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen und gut 7 – 8 % erkranken sehr schwer und bedürfen einer langfristigen therapeutischen Unterstützung. Die Informationsverteilung von für bestimmte Reiseziele typischen Gesundheitsgefahren gehört ebenfalls zu den wichtigen Aufgaben der Reisemedizin. Es existieren nur sehr wenige Fachärzte für Reisemedizin. Aufgrund deren wachsender Bedeutung sollten sich mehr und mehr Allgemeinmediziner und sonstige Fachärzte diesem Bereich zuwenden.

3 Prophylaxe

  • Bereitstellung von Informationen über spezifische Gesundheitsgefahren im Zielland
  • Information über bestimmte Verhaltensregeln, die eine Erkrankung unwahrscheinlicher machen
  • Angebot, umfassender Impfungsmaßnahmen

4 Diagnose

Schnelle Identifikation von mitunter sehr ansteckenden und gefährlichen Krankheitserregern.

5 Typische Erkrankungen

6 Mögliche Impfungen

7 Therapie

Nach genauer Diagnosestellung ist eine umgehende Therapieeinleitung mit spezifischen Arzneimitteln Aufgabe der Reisemedizin. Ebenfalls muss sie entscheiden, ob eine Quarantäne notwendig ist.

Fachgebiete: Tropenmedizin

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