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Pneumonyssoides caninum

von griechisch: pneuma - Geist, Luft, Wind, Atem; altgriechisch: nyssein - stechen
Synonym: Nasenmilbe des Hundes, Pneumonyssus caninum
Englisch: canine nasal mite

1 Definition

Als Pneumonyssoides caninum bezeichnet man eine Milbe aus der Familie Halarachnidae.

2 Taxonomie

3 Morphologie

Die adulte Milbe ist zwischen 1 und 1,5 mm lang, kremfarben und sehr beweglich. Sie besitzt lange, 5-gliedrige Palpen mit kurzen Cheliceren.

4 Verbreitung

Pneumonyssoides caninum parasitiert in den Nasengängen sowie in den Nasennebenhöhlen von Hunden in Nordamerika, Südafrika, Australien und Europa. In Europa kommt die Milbe vor allem in Skandinavien (Prävalenz in Schweden 20 %) und sporadisch in Mittel- und Südeuropa vor.

5 Entwicklung

Der Entwicklungszyklus von Pneumonyssoides caninum ist noch nicht vollständig geklärt (2019). Man geht davon aus, dass sie permanente Milben sind und die Entwicklung vom Ei über die Larve zum Adultstadium ohne Einschaltung von Nymphenstadien erfolgt.

6 Klinik

Die klinischen Symptome hängen von der Befallsstärke ab. In den meisten Fällen verläuft ein Befall mit Pneumonyssoides caninum asymptomatisch. Selten kommt es zu vorübergehender Rhinitis und Kopfschütteln bei unverändertem Allgemeinbefinden. Ein massiver Befall führt zu einer eitrigen Rhinitis und Sinusitis.

7 Diagnose

Die Diagnose erfolgt mittels Nachweis der Milben im Nasensekret oder endoskopischer Untersuchung.

8 Therapie

Eine Parasitose mit Pneumonyssoides caninum kann mit Selamectin (6 mg/kgKG als Spot-on) therapiert werden (3 mal in 2-wöchigen Intervallen). Alternativ ist die Gabe von Milbemycinoxim (2 mg/kgKG p.o.) 3 mal im Abstand von 7 Tagen möglich.

Hinweis: Diese Dosierungsangaben können Fehler enthalten. Ausschlaggebend ist die Dosierungsempfehlung in der Herstellerinformation.

9 Bekämpfung

Neben einer medikamentösen Therapie ist die Umgebungsbehandlung eine wichtige Maßnahme, um die Milben zu bekämpfen. Gegenstände wie etwa Decken, Schlafplätze, Kissen usw. sollten gereinigt und vollständig getrocknet werden. Oberflächen sollten mit dem Dampfstrahler behandelt werden.

10 Bedeutung für den Menschen

Pneumonyssoides caninum ist kein Zoonoseerreger.

11 Literatur

  • Eckert, Johannes, Friedhoff, Karl Theodor, Zahner, Horst, Deplazes, Peter. Lehrbuch der Parasitologie für die Tiermedizin. 2., vollständig überarbeitete Auflage. Enke-Verlag, 2008.

12 Quellen

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