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Plasmakallikrein

Synonyme: Kininogenin, Serumkallikrein, Plasma-Kallikrein
Englisch: plasma kallikrein

1 Definition

Plasmakallikrein ist ein Enzym aus der Gruppe der Peptidasen, das Lysin- und Arginin-Reste von Peptidketten abspaltet.

2 Genetik

Plasmakallikrein wird durch das Gen KLKB1 auf Chromosom 4 an Genlokus 4q34-35 kodiert.

3 Biochemie

Plasmakallikrein wird als inaktiver Vorläufer Prekallikrein synthetisiert. Nach Umsetzung zu Plasmakallikrein aktiviert es die Gerinnungsfaktoren VII und XII sowie Plasminogen. Darüber hinaus katalysiert es die Umsetzung des Bradykinin-Precursors HMWK zu Bradykinin.

Die Aktivität des Plasmakallikreins wird durch den C1-Esterase-Inhibitor kontrolliert.

4 Pharmakologie

Die Aktivität des Plasmakallikrein kann pharmakologisch modifiziert werden. Die entsprechenden Wirkstoffe bezeichnet man als Plasmakallikrein-Inhibitoren. Sie werden zur Prophylaxe von wiederkehrenden Attacken des hereditären Angioödems (HAE) eingesetzt. Beispiele sind der monoklonale Antikörper Lanadelumab und die niedermolekulare Verbindung Berotralstat.

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Fachgebiete: Biochemie

Diese Seite wurde zuletzt am 9. August 2021 um 11:05 Uhr bearbeitet.

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