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Nimodipin

Handelsname: Nimotop®
Englisch: nimodipine

1 Definition

Nimodipin ist ein Kalziumkanalblocker aus der Gruppe der Dihydropyridine. Wegen seiner guten Liquorgängigkeit wird Nimodipin vorwiegend in der Neurologie und der Neurochirurgie eingesetzt.

2 Wirkungsmechanismus

Nimodipin relaxiert präferenziell die Gefäßwände der zerebralen Blutgefäße durch die Blockade der spannungsabhängigen Kalziumkanäle vom L-Typ. So wird der Kalziumeinstrom in glatte Muskelzellen gehemmt, was zu einer Herabsetzung des Muskeltonus führt. Durch den herabgesetzen Muskeltonus tritt auch die Zielwirkung der Kalziumkanalblocker ein: Das betroffene Gefäß dilatiert.

3 Pharmakokinetik

Nach der oralen Einnahme werden die höchsten Plasmakonzentrationen nach 60-90 Minuten erreicht. Die orale Bioverfügbarkeit liegt bei ca. 16%. Der Wirkstoff wird über CYP3A4-Enzyme metabolisiert und zum größten Teil mit dem Urin ausgeschieden.

4 Indikationen

Nimodipin wird gegen zerebrale Vasospasmen eingesetzt. Nach einer Subarachnoidalblutung ist Nimodipin das Mittel der ersten Wahl in der Prophylaxe der Vasospasmen. Außerdem findet Nimodipin als Therapeutikum bei ischämischen Insulten Verwendung.

Nimodipin wird in der Geriatrie auch als Nootropikum verwendet.

5 Nebenwirkungen

Die häufigste Nebenwirkung ist die Hypotension.

Weiterhin können für Kalziumkanalblocker typische Nebenwirkungen auftreten, u.a:

6 Kontraindikation

Fachgebiete: Arzneimittel

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