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Neisseria

nach Albert Ludwig Sigesmund Neisser (1855-1916), deutscher Dermatologe
Synonym: Neisserien
Englisch: neisseria

1 Definition

Als Neisseria bezeichnet man eine Bakteriengattung aus der Familie der Neisseriaceae. Die bekanntesten Arten sind Neisseria meningitidis (Meningokokken) und Neisseria gonorrhoeae (Gonokokken).

2 Systematik

3 Bakteriologie

Die gram-negativen, obligat aeroben Neisserien liegen als Diplokokken vor. An ihrer Berührungsstelle sind sie meist abgeflacht, was ihnen das Aussehen einer Kaffebohne gibt. Sie bilden keine Sporen und sind meist Katalase- und Oxidase-positiv.

4 Klinik

Zu den wichtigsten humanpathogenen Neisserien zählen:

Menschen mit Komplementmangel sind besonders empfindlich gegenüber Neisserien.

4.1 Neisseria gonorrhoeae

Neisseria gonorrhoeae ist der Erreger der Gonorrhö. Neben genitalen Manifestationen kann auch eine gonorrhoische Pharyngitis, Proktitis oder Konjunktivitis (incl. Ophthalmia neonatorum) auftreten. Weitere Erkrankungen, die durch Gonokokken ausgelöst werden, sind:

4.2 Neisseria meningitidis

Neisseria meningitidis kann eine eitrige Meningitis, eine Sepsis und in der schwersten Ausprägung das Waterhouse-Friderichsen-Syndrom auslösen.

4.3 Weitere Arten

Des Weiteren existiert eine Vielzahl an weiteren Arten, die meist als Kommensalen auf den Schleimhäuten im Nasopharynx und Urogenitaltrakt vorkommen. In sehr seltenen Fällen können sie bei Immunsupprimierten zu Endokarditis, Meningitis, Pneumonie und Sepsis führen. Dazu zählen z.B.:

Diese Seite wurde zuletzt am 5. Juni 2020 um 22:49 Uhr bearbeitet.

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