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Metastrongylus

Englisch: Metastrongylus

1 Definition

Als Metastrongylus bezeichnet man eine Gattung der Nematoden innerhalb der Familie der Metastrongylidae.

2 Taxonomie

3 Erreger

Die Unterfamilie Metastrongylinae gliedert sich nur in die Gattung Metastrongylus, deren Vertreter hauptsächlich als Erreger bei Schweinen vorkommen:

Die Nematoden sind zwischen 1 (Männchen) und 5 cm (Weibchen) lang, besitzen zwei dreilappige Lippen um die Mundöffnung sowie eine kleine, dreilappige Bursa. Die Männchen tragen Spicula mit hakenförmigen Enden. Die Weibchen sind ovovivipar und legen mittelgroße (55-60 x 45-50 µm) und dickschalige Eier, die bereits eine Erstlarve (L1) enthalten.

4 Vorkommen

Metastrongylus-Arten sind weltweit verbreitet und besiedeln bevorzugt die Trachea und Bronchien von Schweinen, insbesondere Wildschweine.

5 Entwicklung

Die Parasiten folgen einem heteroxenem Entwicklungszyklus mit Regenwürmern als Stapelwirte. Im Endwirt vollziehen die Nematoden eine endogene Wanderung über die mesenterialen Lymphknoten zum rechten Herzen. Die Präpatenz beträgt rund 4 bis 5 Wochen und die Persistenz zwischen 6 und 9 Monate.

Die Eier sind äußerst widerstandsfähig und überleben in der Außenwelt mehrere Monate - in Regenwürmern sogar mehrere Jahre.

6 Klinik

Metastrongylus-Infektionen führen bei Jungtieren (Ferkeln) gelegentlich zu Bronchitiden mit Atembeschwerden. In den meisten Fällen kommt es zu klinisch inapparenten Verlaufsformen, die prädisponierend für bakterielle oder virale Sekundärinfektionen sind.

7 Diagnose

Die Diagnose erfolgt über einen direkten Erregernachweis mithilfe koproskopischer Untersuchungsverfahren (Flotationsverfahren).

8 Therapie

Metastrongylus-Arten sind sensibel gegenüber Benzimidazolen und makrozyklischen Laktonen, wie z.B. Flubendazol (5 mg/kgKG p.o.)[1] oder Ivermectin (0,3 mg/kgKG p.o.).[2]

Hinweis: Diese Dosierungsangaben können Fehler enthalten. Ausschlaggebend ist die Dosierungsempfehlung in der Herstellerinformation.

9 Literatur

  • Eckert, Johannes, Friedhoff, Karl Theodor, Zahner, Horst, Deplazes, Peter. Lehrbuch der Parasitologie für die Tiermedizin. 2., vollständig überarbeitete Auflage. Enke-Verlag, 2008.
  • Schnieder, Thomas (Herausgeber), Boch, Josef, Supperer, Rudolf (Begründer). Veterinärmedizinische Parasitologie. 6., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Parey-Verlag, 2005.

10 Quellen

  1. CliniPharm CliniTox Flubendazol Dosierung - allgemein (abgerufen am 15.11.2019)
  2. CliniPharm CliniTox Ivermectin Dosierung - allgemein (abgerufen am 15.11.2019)

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