Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.

Liebe Autoren,

Wir sind auf der Suche nach Schnee in Richtung Nordpol gefahren. Deswegen steht das Flexikon vom 14.12. bis 10.01.2019 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 10. Januar könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben.

Unser Tipp: Genießt die Zeit mit der Familie! Wir wünschen euch fröhliche Feiertage!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Medikamenteninduzierter Dauerkopfschmerz

Englisch: drug induced headache

1 Definition

Der medikamenteninduzierte Dauerkopfschmerz ist ein dumpf-drückender, chronischer Kopfschmerz, der durch die häufige Einnahme von Analgetika oder Migränemitteln entsteht.

2 Epidemiologie

Es wird geschätzt, dass etwa 5-10% aller Kopfschmerzpatienten unter der Einnahme von Schmerzmitteln einen medikamenteninduzierten Dauerkopfschmerz entwickeln.

3 Therapie

Die Therapie der Wahl ist Durchführung einer Entgiftung. Sie nimmt etwa 10-14 Tage in Anspruch und kann sowohl ambulant als auch stationär durchgeführt werden. Wichtige Basismaßnahmen sind Aufklärung, Motivation und das Führen eines Kopfschmerz- bzw. Medikamenten-Tagebuchs.

3.1 Initialbehandlung

Zu Beginn werden Analgetika und Ergotaminpräparate abrupt abgesetzt, Barbiturate und Tranquilizer langsam ausschleichend. Um den Entzugskopfschmerz zu überbrücken, werden in Abhängigkeit von der Intensität des Kopfschmerzes folgende Medikament verabreicht:

  • mittlere Schmerzstärke: NSAR, z.B. Naproxen 2x500 mg für 10 Tage,
  • starker Schmerz (stationär): ASS i.v., maximal 3x500 mg,
  • stärkster Schmerz (stationär): Sumatriptan 6 mg s.c.

Bei Bedarf ist die zusätzliche Gabe von Antiemetika sinnvoll sein, z.B.

Während der gesamten Entgiftung ist auf eine ausreichende Flüssigkeitssubstitution zu achten. Parallel zur oder anschließend an die Engiftung kann mit Verhaltenstherapie begonnen werden.

3.2 Nachbehandlung

Nach der Entgiftung ist eine ausreichende medikamentöse Prophykaxe notwendig. Zur Migräneprophylaxe werden dabei vorwiegend Betablocker eingesetzt, die einschleichend dosiert werden, z.B.:

Weitere Therapieoptionen sind:

Die Prophylaxe bei Spannungskopfschmerzen erfolgt mit:

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