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Linsenektopie

von griechisch: ektos- außen, topos - Ort, lens - Linse
Synonyme: Ektopia lentis, Ektopie der Augenlinse

1 Definition

Als Linsenektopie bezeichnet man eine irreguläre Lageveränderung (Ektopie) der Augenlinse in die vordere Augenkammer oder in den Glaskörperraum.

2 Einteilung

Es kann entweder zu einer teilweisen Verlagerung der Linse (Subluxatio lentis = Linsensubluxation) oder einer kompletten Verlagerung (Luxatio lentis = Linsenluxation) mit Linsenschlottern (Iridodonesis) kommen. Häufig verrutscht die Augenlinse nach seitlich-oben. Meist ist die Linsenektopie auch mit einer Pupillenektopie kombiniert.

Eine Linsenektopie kann sowohl einseitig als auch beidseitig auftreten. Das insgesamt häufigere, beidseitige Auftreten ist in der Regel genetisch bedingt und ggf. mit anderen Missbildungen vergesellschaftet. Die einseitige Linsenektopie ist dagegen meist erworben.

3 Ätiopathogenese

Zu den möglichen Ursachen der Linsenektopie gehören:

4 Symptome

Bei der Linsensubluxation sieht der Patient auf einem Auge Doppelbilder, was man auch als monukulares Doppelsehen bezeichnet. Bei der Linsenluxation ist die Sehkraft durch eine Minderung des Brechwerts deutlich herabgesetzt (ca. +12 dpt. Es besteht eine hochgradige Brechungshyperopie.

Als Komplikation kann bei der Linsenektopie die Linse in die Vorderkammer rutschen, wodurch der Kammerwinkel verschlossen wird und ein Glaukomanfall resultieren kann. Bei Schädigungen am Hornhautendothel kann es zur Hornhauttrübung kommen.

Bei Luxation der Linse in den Glaskörper kommt es häufig zu einer intraokulären Entzündung aufgrund des Abbaus von Linsenfasern (Endophthalmitis) unter Umständen mit einer deutlichen Erhöhung des Augeninnendrucks.

5 Diagnostik

Eine Linsenektopie ist bei einer ophthalmologischen Untersuchung erkennbar.

6 Therapie

Die luxierte Linse muss in einer Operation entfernt werden. Desweiteren ist eine antiinflammatorische Behandlung indiziert.

7 Links

Atlas of Ophthalmology [1], [2], [3], [4]

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