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Lebergewebe

1 Definition

Das Lebergewebe bildet die zelluläre Grundlage der Leber.

2 Einteilung

Das Lebergewebe besteht aus den eigentlichen Parenchymzellen, den Hepatozyten, und nicht-parenchymatösen Zellen. Zu Ihnen zählen unter anderem:

3 Aufbau

3.1 Leberläppchen

Das Lebergewebe ist aus einer Vielzahl kleiner etwa 1-2 mm durchmessender Struktureinheiten, den Leberläppchen aufgebaut. Die Leberläppchen besitzen eine annähernd hexagonale Grundform und weisen in der Mitte eine Vene auf, die so genannte Zentralvene.

Radiär um die Zentralvene angeordnet finden sich säulenartig angeordnete Hepatozyten, die Leberbälkchen. Zwischen ihnen sieht man erweiterte Kapillargefäße, die als Lebersinusoide bezeichnet werden. Die Endothelzellen der Lebersinusoide grenzen nicht direkt an die Hepatozyten, sondern sind durch einen Spaltraum von ihnen abgegrenzt, den perisinusoidalen Raum oder Disse'schen Raum. Das Endothel selbst weist keine durchgehende Basallamina auf, sondern ist diskontinuierlich. Innerhalb der Leberbälkchen werden von den Hepatozyten dünne Gallenkanälchen (Canaliculi biliferi) umschlossen.

Der Blutfluss in den Lebersinusoiden ist von peripher nach zentral, d.h. auf die Zentralvene hin gerichtet. Der Gallenfluss in den Gallenkanälchen folgt hingegen dem umgekehrten Weg.

3.2 Periportalfelder

Zwischen jeweils drei Leberläppchen befindet sich eine kleine Bindegewebszone, die als Periportalfeld bezeichnet wird. In einem Periportalfeld befindet sich jeweils ein Ast der Arteria hepatica propria, eine Ast der Pfortader (Vena portae) und eine kleine Verzweigung der Gallenwege, der Ductus bilifer interlobularis. Zusammen bilden sie die Glisson-Trias.

Neben der anatomischen Unterteilung in Leberläppchen kann das Lebergewebe auch funktionell in Leberazini und Portalläppchen unterteilt werden.

Fachgebiete: Histologie

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