Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

Lebersinusoid

Englisch: liver sinusoid

1 Definition

Die Lebersinusoide sind erweitere Kapillarräume des Lebergewebes (Sinusoide), welche sich zwischen den Leberbälkchen befinden.

2 Histologie

Die Lebersinusoide laufen radiär auf die Zentralvene eines Leberläppchens zu. In ihnen mischt sich das sauerstoffreiche Blut aus den Ästen der Arteria hepatica propria und das nährstoffreiche Blut aus den Ästen der Vena portae. Die Lebersinusoide besitzen ein weiteres Lumen (ca. 15 μm) als die Blutkapillaren (ca. 6 μm). Die hämodynamische Konsequenz davon ist, dass das passierende Blut bei gleichem Volumenstrom langsamer fließt, als es durch die gewöhnlichen, engeren Kapillaren fließen würde.

Die Lebersinusoide weisen eine diskontinuierliche Endothelauskleidung auf, die sie vom Disse'schen Raum und den sich daran anschließenden Leberbälkchen abgrenzt. Die Poren zwischen den platten Endothelzellen sind nicht von einer Basallamina verschlossen, so dass auch größere Molekülkomplexe (z.B. Lipoproteine bis 70 nm) das Endothel passieren können. Lediglich für Blutzellen und große Chylomikronen ist es impermeabel.

Fachgebiete: Histologie

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Letzte Autoren des Artikels:

15 Wertungen (4.13 ø)

46.321 Aufrufe

Du hast eine Frage zum Flexikon?
Copyright ©2019 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: