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Le-Fort-Einteilung

(Weitergeleitet von Le-Fort-Fraktur)

Synonym: Einteilung nach Le Fort

1 Definition

Die Le-Fort-Einteilung dient der Klassifizierung der zentralen Mittelgesichtsfrakturen.

2 Einteilung

  • Le Fort I: Die Fraktur verläuft über den harten Gaumen quer durch die Maxilla und durch beide Sinus maxillares (Guerin-Fraktur). Bei der Le Fort I Fraktur werden die Alveolarfortsätze vom Mittelgesicht abgetrennt.
  • Le Fort II: Bei dieser Form ist der Oberkiefer in Form einer Pyramide frakturiert. Die Frakturlinie verläuft durch den Processus zygomaticus maxillae, das Siebbein und den Orbitaboden, von dort durch den Processus frontalis maxillae zur Gegenseite. Möglich ist eine zusätzliche Beteiligung der Tränenwege, der Frontobasis und des Orbitainhalts.
  • Le Fort III: Die Le-Fort-III-Fraktur imponiert durch den vollständigen Abriss des Gesichtsschädels von der Schädelbasis unter Beteiligung der Orbita. Eine Beteiligung von Jochbein, Siebbein, Frontobasis und Stirnhöhle ist möglich. Die Frakturlinie verläuft durch die laterale Orbitawand in die Orbita, dann durch den Processus frontalis maxillae zur Gegenseite. Meist ist der Jochbogen auch frakturiert.

Frakturen, die isoliert den Alveolarfortsatz des Oberkiefers unterhalb des harten Gaumens betreffen, fallen nicht unter diese Klassifikation.[1]

3 Quellen

  1. Allgöwer, M.: Allgemeine und spezielle Chirurgie. Springer Berlin 1973: 472.

Fachgebiete: Kieferchirurgie

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