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Laterale Mittelgesichtsfraktur

(Weitergeleitet von Jochbeinfraktur)

Synonyme: Fraktur des zygomatiko-orbitalen Komplexes, Jochbeinbruch, Jochbogenfraktur

1 Definition

Unter einer lateralen Mittelgesichtsfraktur versteht man einen Knochenbruch (Fraktur), der im wesentlichen im Bereich des Jochbeins (lat. Os zygomaticum) lokalisiert ist. Liegt eine Kombination mit einer zentralen Mittelgesichtsfraktur vor, spricht man von einer zentrolateralen Mittelgesichtsfraktur

Laterale Mittelgesichtsfrakturen können ein- oder beidseitig auftreten und mit einer Beteiligung der Orbita einhergehen.

ICD10-Code: S02.4

2 Hintergrund

Bei lateralen Mittelgesichtsfrakturen können auch an das Jochbein angrenzende Knochenanteile einbezogen sein, z.B. der Processus zygomaticus des Schläfenbeins, der Processus zygomaticus des Stirnbeins, die laterale Orbitawand, sowie der kraniale Anteil der Maxilla.

3 Klassifikation

Man unterscheidet 6 verschiedene Typen:

  • Typ I: Isolierte Jochbogenfraktur
  • Typ II: Nichtdislozierte Jochbeinfraktur
  • Typ III: Dislozierte Jochbeinfraktur ohne Diastase am lateralen Orbitarand
  • Typ IV: Dislozierte Jochbeinfraktur mit Diastase am lateralen Orbitarand
    • mit Medialrotation
    • mit Lateralrotation
    • mit dorsokaudaler Abscherung
  • Typ V: Jochbeintrümmerfraktur
  • Typ VI: Frakturen des Typs II bis V mit Einbruch des Orbitabodens.

4 Therapie

Meistens ist eine operative Wiederherstellung mittels Miniplattenosteosynthese indiziert.

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Fachgebiete: Kieferchirurgie

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