Hepatolithiasis
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LoslegenSynonyme: intrahepatische Cholelithiasis, intrahepatische Gallengangssteine
Englisch: hepatolithiasis, intrahepatic lithiasis
Definition
Bei einer Hepatolithiasis liegen Konkremente in den intrahepatischen Gallenwegen vor – proximal der Vereinigung des rechten und linken Ductus hepaticus.[1]
Epidemiologie
Die Erkrankung kommt vor allem in Ost- und Südostasien vor. In westlichen Ländern ist sie selten. Zu den begünstigenden Faktoren zählen chronische Gallenwegsinfektionen, biliäre Stenosen, anatomische Anomalien und ein Befall mit Leberegeln.
Klinik
Die Hepatolithiasis kann asymptomatisch verlaufen. Ansonsten ähnelt sie der Symptomatik einer Cholelithiasis bzw. Choledocholithiasis mit:
- Oberbauchschmerzen
- postprandialem Druckgefühl im Epigastrium
- Nausea
- Völlegefühl
- Erbrechen
- Meteorismus
Bei Cholangitis können zusätzlich Fieber, Ikterus und Schüttelfrost auftreten.
Komplikationen
Mögliche Komplikationen sind rezidivierende Cholangitis, Leberabszess, Leberzirrhose, Cholangiokarzinom sowie eine Atrophie der betroffenen Lebersegmente.
Diagnostik
Die Diagnostik erfolgt durch Sonographie, Computertomographie und Magnetresonanz-Cholangiopankreatikographie. Eine endoskopisch retrograde Cholangiopankreatikographie oder direkte Cholangioskopie ermöglicht zusätzlich therapeutische Eingriffe.
Therapie
Ziele der Behandlung sind die vollständige Steinentfernung, die Wiederherstellung des Gallenabflusses und die Behandlung zugrunde liegender Strikturen. Je nach Befund kommen endoskopische oder perkutane Verfahren sowie eine Lithotripsie infrage. Bei lokal begrenzter, komplizierter Erkrankung kann eine partielle Hepatektomie erforderlich sein.[2]
Quellen
- ↑ Motta RV et al. Hepatolithiasis: Epidemiology, presentation, classification and management of a complex disease. World J Gastroenterol. 2024;30(13):1836-1850.
- ↑ Lorio E et al. Management of Hepatolithiasis: Review of the Literature. Curr Gastroenterol Rep. 2020;22(6):30.