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Hypomethylierende Substanz

Englisch: hypomethylating agents

1 Definition

Hypomethylierende Substanzen, kurz HMA, sind Arzneimittel, die eine Methylierung der zellulären DNA verhindern. Sie werden in der Therapie von myeloischen Neoplasien angewendet.

2 Wirkstoffe

Derzeit (2021) werden zwei Vertreter der Gruppe der hypomethylierenden Substanzen eingesetzt:

3 Wirkmechanismus

Bei einigen malignen myeloischen Erkrankungen kommt es zu einer vermehrten DNA-Methylierung von Cytosinen, die zu einem Abschalten von bestimmten Genen, u.a. von Tumorsuppressorgenen, führt. Als Cytidin-Analoga werden die hypomethylierenden Substanzen im Rahmen der DNA-Replikation in das Erbgut der blutbildenden Zellen eingebaut und verhindern über eine Hemmung der DNA-Methyltransferasen (DNMT) vorübergehend die epigenetische Modifikation. In der Folge kommt es zu einer Aktivierung der abgeschalteten Genregionen und somit zu einer Induktion der Apoptose. Desweiteren können die Wirkstoffe die antitumorale Immunreaktion triggern, indem sie zu einer vermehrten Expression von Tumorantigenen auf der Zelloberfläche beitragen.

4 Indikationen

Die Substanzen werden bei Patienten mit folgenden Grunderkrankungen eingesetzt, die für eine allogene Stammzelltransplantation nicht in Frage kommen:

5 Literatur

Diese Seite wurde zuletzt am 6. August 2021 um 14:41 Uhr bearbeitet.

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