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International Prognostic Scoring System

1 Definition

Das International Prognostic Scoring System, kurz IPSS, ist ein Scoring-System, das dazu dient, die Schwere und damit auch die Prognose verschiedener hämatologischer Erkrankungen zu bewerten. Dazu zählen das myelodysplastische Syndrom (MDS) oder die primäre Myelofibrose (PMF).

2 IPPS für MDS

Der Punktwert wird nach folgender Tabelle vergeben:

Scorewert  Medulläre Blasten [%] Anzahl der Zytopenien1 Zytogenetisches Risiko2
0 0 - 4 0 - 1 niedrig
0,5 5 - 10 2 - 3 mittelgradig
1 - - hoch
1,5 11 - 20 - -
2,0 21 - 29 - -
  • 1 Thrombopenie < 100.000/µl, Hämoglobin < 10 g/dl, ANC < 1.800/µl
  • 2 niedrig = normaler Karyotyp, del(5q), del(20q); hoch = Komplexer Karyotyp (≥ 3 Anomalien), Anomalien von Chromosom 7; mittelgradig = alle anderen Abweichungen, z.B. Trisomie 8, -Y
Risikogruppe Score
Niedrigrisiko 0
Intermediärrisiko 1 0,5 - 1
Intermediärrisiko 2 1,5 - 2
Hochrisiko ≥ 2,5

3 IPPS für PMF

Bei primärer Myelofibrose wird für jeden der folgenden Risikofaktoren jeweils ein Punkt vergeben:

Prognosegruppe Punkte mediane Überlebenszeit
Niedrigrisiko 0 > 11 Jahre
Intermediärrisiko 1 1 ca. 8 Jahre
Intermediärrisiko 2 2 ca. 4 Jahre
Hochrisiko ≥ 3 ca. 2 Jahre

4 Varianten

Varianten des IPSS sind das IPSS-R und das WPSS.

Fachgebiete: Onkologie

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