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Hinken

Synonyme: Humpeln, Lahmen
Lateinisch: Claudicatio
Englisch: limp

1 Definition

Als Hinken oder Claudicatio bezeichnet man eine ein- oder beidseitige Asymmetrie des Gangbilds.

2 Ätiologie

Die Ursache des Hinkens kann vielfältig sein. Zugrunde liegen können Schmerzen, Pathologien des Bewegungsapparats sowie Nervenläsionen.

3 Formen

Je nach Ätiologie bzw. Morphologie unterscheidet man folgende Formen:

3.1 Schmerzhinken bzw. Schonhinken

Beim Schmerzhinken (auch: Schonhinken) wird das schmerzende Standbein nur kurz belastet und nach somit verkürzter Standphase das Spielbein schnell nachgezogen. Ursachen sind unter anderem:

3.2 Verkürzungshinken

Das Verkürzungshinken zeichnet sich dadurch aus, dass während der Belastung des verkürzten Beines der Oberkörper zur Gegenseite verlagert wird. Hierdurch wird das Gleichgewicht gehalten. Es tritt z.B. auf bei:

3.3 Versteifungshinken

Aufgrund der Bewegungseinschränkung kommt es beim Versteifungshinken während der Schwungphase zu einer Mitbewegung des kompletten Beckens. Beobachten kann man es bei:

Ein Versteifungshinken kann auch bei Versteifungen im Sprung- bzw. Kniegelenk auftreten. Je nach Lokalisation ist der Bewegungsablauf unterschiedlich.

3.4 Insuffizienzhinken

3.5 Sonderformen

3.6 Watscheln

Tritt eine Pathologie (z. B. Duchenne-Hinken) bilateral auf, so pendelt der Oberkörper bei jedem Schritt hin und her. Diese Gangstörung wird auch als Watscheln bzw. "Entengang" bezeichnet.

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