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Hämatemesis

von griechisch: haima - Blut; emesis - Erbrechen
Synonyme: Bluterbrechen, Kaffeesatzerbrechen
Englisch: hematemesis, haematemesis (brit.)

1 Definition

Als Hämatemesis bezeichnet man das Erbrechen von Blut oder Blutbestandteilen. Das Erbrochene hat eine schwarz-braune kaffeesatzartige Erscheinung - deshalb spricht man auch von Kaffeesatzerbrechen.

2 Ursachen

Ursachen für eine Hämatemesis sind in der Regel obere Gastrointestinalblutungen unterschiedlicher Genese, z.B.:

3 Pathophysiologie

Bei langer Verweildauer des erbrochenen Blutes im Magen entsteht durch Kontakt mit der Magensäure Hämatin. Dabei wird das zweiwertige Eisen-Ion (Fe2+) im Hämoglobin zu dreiwertigem Eisen (Fe3+) oxidiert.

Bei schneller Passage durch den Magen oder weiter oralwärts lokalisierten Blutungen ist das Erbrochene hingegen rot.

4 Diagnostik

Eine Hämatemesis gilt als medizinischer Notfall. Eine diagnostische Klärung ist immer erforderlich.

Der Blutverlust muss stets abgeschätzt werden (Herzfrequenz, Atemfrequenz, Schock-Index, Blutbild). Eine dringliche Gastroskopie ist zur Abklärung der Blutungsquelle anzustreben.

5 Therapie

Bei einer Hämatemesis muss die Blutungsquelle bzw. die Grunderkrankung identifiziert und behandelt werden. Zur Stabilisierung des Patienten können symptomatisch Infusionstherapien und Bluttransfusionen notwendig werden.

Diese Seite wurde zuletzt am 12. November 2020 um 15:53 Uhr bearbeitet.

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