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Ganglion submandibulare

Synonyme: Faesebeck-Ganglion, Blandin-Ganglion
Englisch: submandibular ganglion

1 Definition

Das Ganglion submandibulare ist ein kleines, spindelförmiges Ganglion der Kopfregion, das im Trigonum submandibulare liegt. Es zählt zu den vier parasympathischen Kopfganglien.

2 Anatomie

2.1 Topografie

Das Ganglion submandibulare liegt unmittelbar superior der gleichnamigen Speicheldrüse (Glandula submandibularis). Es grenzt an den Musculus hyoglossus und den Hinterrand des Musculus mylohyoideus und ist durch zwei Nervenfaserbündel mit dem Nervus lingualis verbunden.

2.2 Fasern

Durch das Ganglion submandibulare ziehen sympathische und parasympathische Fasern, wobei nur letztere im Ganglion verschaltet werden. Für die sympathischen Fasern ist das Ganglion nur eine Durchgangsstation. Das Ganglion submandibulare ist das einzige parasympathische Kopfganglion, das nicht von somatischen Fasern durchlaufen wird.

2.2.1 Parasympathische Fasern

Die präganglionären parasympathischen Fasern, die in das Ganglion submandibulare ziehen, stammen von Nervenzellen des Nucleus salivatorius superior. Sie erreichen das Ganglion über den Nervus facialis, die Chorda tympani und den Nervus lingualis. Nach der Umschaltung im Ganglion ziehen die postganglionären Fasern als Rami glandulares zu den beiden Speicheldrüsen der Unterkieferregion (Glandula sublingualis und Glandula submandibularis), die sie viszeromotorisch innervieren.

2.2.2 Sympathische Fasern

Das Ganglion submandibulare erhält außerdem postganglionäre sympathische Fasern aus dem Ganglion cervicale superius, die über den Plexus caroticus externus und die Arteria facialis zum Ganglion gelangen. Sie passieren das Ganglion ohne Umschaltung und ziehen ebenfalls zu den bereits genannten Speicheldrüsen.

@André: Danke für diese Ergänzung!
#3 am 14.08.2018 von Dr. Frank Antwerpes (Arzt)
#1 Die Rr. ganglionares n. lingualis sind vermutlich die aus dem Nervus facialis kommenden präganglionären parasympathischen Fasern, die sich dem Nervus lingualis anschließen, bis dieser sie an das Ggl. submandibulare abgibt, so wie in 2.2.1 beschrieben. In "Neuroanatomie" von Trepel 7. Auflage S. 69f ist allerdings im Zusammenhang mit dem Ggl. submandibulare dennoch von sensiblen Fasern die Rede, die unverschaltet durch das Ganglion hindurchziehen. Die werden aber nur ganz beiläufig erwähnt. Die Duale Reihe Anatomie 4. Auflage erwähnt nirgends sensible Fasern die durch das Ganglion ziehen. Ich würde also mal vorsichtig schlussfolgern, dass die von niederer Bedeutung sind, falls sie exisitieren!
#2 am 11.08.2018 von André Kuschke (Student der Humanmedizin)
"Das Ganglion submandibulare ist das einzige parasympathische Kopfganglion, das nicht von somatischen Fasern durchlaufen wird." Welchen Zweck erfüllen dann die Rr. ganglionares n. lingualis?
#1 am 15.01.2017 von Dario Markovic (Student)

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