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Fetales Hämoglobin

Synonym: HbF

1 Definition

Beim fetalen Hämoglobin, kurz HbF, handelt es sich um den roten Blutfarbstoff (Hämoglobin) der Erythrozyten, welcher in der Embryonal-/Fetalzeit und einige Monate postnatal gebildet wird.

2 Biochemie

Durch seine im Vergleich zum adulten Hämoglobin (v.a. HbA1) abweichende α2γ2-Struktur hat fetales Hämoglobin eine höhere Sauerstoff-Affinität, wodurch die O2-Versorgung des Ungeborenen über die Plazenta gewährleistet wird.

Fetales Hämoglobin besteht aus jeweils 2 α- und 2 γ-Ketten (vergleiche HbA1: α2β2). Dies bedingt die gute Sauerstoffbindung, sowie eine erniedrigte Affinität zu 2,3-Bisphosphoglycerat, einem negativ allosterischen Effektor für die Bindung von Sauerstoff an Hämoglobin.

3 Physiologie

Die höhere Affinität zum Sauerstoff bewirkt, dass auch bei niedrigem O2-Partialdruck eine Bindung erfolgen kann. Wichtig ist dies in der Plazenta, wo die Abgabe von Sauerstoff aus maternalem Hämoglobin auf das fetale Hämoglobin erfolgt.

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