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Fetomaternale Transfusion

Englisch: fetomaternal hemorrhage, fetomaternal transfusion

1 Definition

Die fetomaternale Transfusion, kurz FMT, bezeichnet den Übertritt von fetalen Blutzellen in den Kreislauf der Mutter während der Schwangerschaft oder unter der Geburt. In geringen Mengen hat diese Blutübertragung oft keine klinische Konsequenz, ein erhöhter Blutverlust des Kindes kann jedoch zum fetomaternalen Transfusionssyndrom führen.

2 Epidemiologie

Man nimmt an, dass in vielen Schwangerschaften ein Übergang von Blutzellen des Fötus in die Blutbahn der Mutter erfolgt. Die Häufigkeit eines klinisch relevanten Blutverlustes wird auf ca. drei Fälle pro 1.000 Geburten geschätzt.

3 Ätiologie

Die Pathophysiologie ist bislang (2021) nicht eindeutig geklärt. Als Risikofaktoren für ausgeprägte fetomaternale Transfusionen werden Störungen der Plazenta, wie z.B. Gefäßveränderungen und Präeklampsie, aber auch Traumen oder geburtshilfliche Prozeduren (äußere Wendung) angenommen.

4 Komplikationen

4.1 Rhesus-Imkompatibilität

Beim Übertritt fetaler Erythrozyten in die mütterliche Blutbahn kann es bereits pränatal im Falle einer Rhesusnegativität der Mutter und -positivität des Kindes zu einer Sensibilisierung und Antikörperbildung kommen. Ein Morbus haemolyticus neonatorum ist dann unter Umständen auch schon in der ersten Schwangerschaft möglich.

siehe auch: Rhesusinkompatibilität

4.2 Fetomaternales Transfusionssyndrom

Im Falle eines erhöhten Blutverlustes kann es zu folgenden fetalen Komplikationen kommen:

Fachgebiete: Geburtshilfe

Diese Seite wurde zuletzt am 28. Mai 2021 um 17:01 Uhr bearbeitet.

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