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Arteria uterina (Veterinärmedizin)

Synonyme: A. uterina, Gebärmutterarterie
Englisch: uterine artery

1 Definition

Die Arteria uterina ist ein arterielles Gefäß der Haussäugetiere, das den Uterus versorgt. Ihr Ursprung weist große tierartliche Unterschiede auf.

2 Anatomie

Beim Wiederkäuer und Schwein geht die Arteria uterina als erstes Gefäß aus der Arteria umbilicalis hervor. Beim Pferd entspringt sie aus dem Anfangsabschnitt der Arteria iliaca externa. Die Arteria uterina teilt sich im Ligamentum latum uteri nacheinander in mehrere Äste, die divergierend den mesometralen Rand des gleichseitigen Uterushorns (Cornu uteri) erreichen. In diesem Bereich anastomosieren die Äste bogenförmig untereinander sowie die kranial gerichteten Äste mit dem Ramus uterinus der Arteria ovarica. Die nach kaudal gerichteten Äste verbinden sich mit dem Ramus uterinus der Arteria vaginalis.

Beim Fleischfresser wird der Ramus uterinus der Arteria vaginalis zur Arteria uterina. Sie zieht von der Vagina kommend nahe dem mesometralen Rand des Uterus in Richtung auf die Hornspitze zu und nimmt mit dem Ramus uterinus der Arteria ovarica Verbindung auf. Dabei entlässt die Arteria uterina während ihres Verlaufs mehrere Zweige an beide Seiten des Uterushorns sowie feine Äste in das Mesometrium und an das Ligamentum teres uteri.

Die Gefäße des Uterus sind stark geschlängelt, um der Ausdehnung des Uterus bei fortschreitender Trächtigkeit folgen zu können. Dadurch können sie sich den Größenverhältnissen des Uterus anpassen und eine kontinuierliche Versorgung gewährleisten.

3 Klinik

Die Arteria uterina nimmt mit fortschreitender Trächtigkeit an Größe zu. Das Lumen wird weiter und die muskulöse Media gewinnt an Dicke. Ab dem 3. Trächtigkeitsmonat ist die Arteria uterina beim Rind bei rektaler Untersuchung als prall gefülltes und vibrierendes Gefäß palbierbar. Das Pulsieren der Arterie ist als typisches "Uterinschwirren" zu fühlen und charakteristisch für eine bestehende Trächtigkeit. Die morphologischen Wandveränderungen bleiben post partum (nach der Involution des Uterus) erhalten und dienen zum Nachweis einer stattgefundenen Trächtigkeit.

4 Literatur

  • Nickel, Richard, August Schummer, Eugen Seiferle. Band III: Kreislaufsystem. Lehrbuch der Anatomie der Haustiere. Parey, 2004.

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