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Analgetikaabusus

Synonym: Schmerzmittelmissbrauch

1 Definition

Der Analgetikaabusus ist eine Form des Medikamentenabusus, bei der - in der Regel ohne ärztliche Verordnung - über einen längeren Zeitraum eine Dosis an Schmerzmitteln (Analgetika) eingenommen wird, die nicht medizinisch indiziert und deshalb potentiell schädlich ist.

2 Hintergrund

Neben den Sedativa gehören Analgetika zu den am häufigsten missbräulich verwendeten Medikamentenklassen. Der Missbrauch betrifft überwiegend frei verkäufliche Schmerzmittel wie Acetylsalicylsäure, Paracetamol oder Ibuprofen, die als Monosubstanzen oder in Form von Kombinationspräparaten eingenommen werden.

3 Ätiologie

Die Gründe für einen Analgetikaabusus sind vielfältig. Auslöser für die dauerhafte Einnahme sind in der Regel chronische Schmerzen, wie Kopfschmerzen, Neuralgien oder Rückenschmerzen, oder der Wunsch, überlastungsbedingte Schmerzen in Leistungsperioden gezielt auszuschalten (z.B. bei Hobbysportlern). Das Missbrauchspotential der eingenommenen Analgetika wird dabei durch psychotrope Zusatzstoffe (Koffein) erhöht.

Bei jahrelanger Einnahme können Analgetika selbst zum Auslöser von Schmerzen werden, z.B. in Form eines Medication overuse headache (MOH) und so den Schmerzmittelkonsum weiter anfeuern.

4 Folgeerkrankungen

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