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Diffuser Ösophagusspasmus

(Weitergeleitet von Ösophagusspasmus)

Synonym: DÖSP
Englisch: Diffuse esophageal spasm (DES)

1 Definition

Der diffuse Ösophagusspasmus ist eine Motilitätsstörung des Ösophagus mit Hyperkontraktilität und ungerichteter (diffuser) Kontraktionswellenausbreitung.

2 Ätiologie

Die Genese des Ösophagusspasmus ist unbekannt (idiopathischer Ösophagusspasmus). Psychische Einflussfaktoren sind bei spontan auftretenden Spasmen nicht auszuschließen (psychogener Ösophagusspasmus).

3 Klinik

Der diffuse Ösophagusspasmus kann lange Zeit beschwerdefrei bleiben (asymptomatische Verlaufsform). Bei Beeinträchtigungen des Schluckaktes durch Einklemmung des Speisebolus während der Ösophaguspassage kommt es zur Ausprägung einer typischen dysphagischen Symptomatik mit:

4 Diagnostik

Die Möglichkeit des Nachweises einer ösophagealen Kontraktionsstörung bieten folgende Verfahren:

4.1 Differentialdiagnostik

Aufgrund der uncharakteritischen Symptomatik sollte eine organische Ursache zunächst ausgeschlossen werden. Wichtig hierzu sind:

Zudem ist der diffuse Ösophagusspasmus vom Nussknackerösophagus als rein hyperkontraktiler Motilitätsstörrung bei erhaltener Peristaltik abzugrenzen.

5 Therapie

5.1 konservative Therapie

Eine Spasmolyse der Ösophagusmuskulatur kann medikamentös durch antipropulsiv wirkende Substanzen (z.B. Loperamid) oder Calcium-Antagonisten (z.B. Nifedipin) erreicht werden.

5.2 operative Therapie

Endoskopisch kann mittels Botulinumtoxin- Injektion ein gutes Langzeitergebnis erzielt werden. Bei therapieresistenten Spasmen bietet sich als Ultima ratio die Möglichkeit einer operativen Durchtrennung der Ösophagusmuskulatur (Myotomie).

siehe hierzu auch: Schluckakt, Ösophagus

Diese Seite wurde zuletzt am 24. November 2020 um 14:14 Uhr bearbeitet.

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