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Procalcitonin

Abkürzung: PCT
Englisch: Procalcitonine

Inhaltsverzeichnis

1 Definition [bearbeiten]

Procalcitonin ist das Prohormon des Calcitonins.

2 Vorkommen und Bildung [bearbeiten]

Unter physiologischen Bedingungen wird Procalcitonin in den C-Zellen der Schilddrüse als Vorläuferprotein gebildet und proteolytisch zum funktionsfähigen Hormon prozessiert.

3 Diagnostische Bedeutung [bearbeiten]

Bei einem generalisiert-entzündlichen Geschehen wird Procalcitonin aus bisher nicht verstandenen Gründen vermehrt gebildet. Anders als unter physiologischen Bedingungen erfolgt die Synthese dann aber vermutlich in der Leber. Freisetzungsreiz sind hierbei u.a. bakterielle Endotoxine, z.B. das Lipopolysaccharid.

Procalcitonin erlangt dadurch eine hohe Spezifität für bakterielle Infektionen, insbesondere bei Vorliegen einer Sepsis oder systemisch verlaufenden Erkrankungen. In diesen Fällen kann es auf Werte von 10-100 μg/l ansteigen.

Bei Virus- oder Autoimmunerkrankungen hingegen steigt es nicht oder nur marginal an. Durch dieses Verhalten leistet das Procalcitonin wertvolle Dienste hinsichtlich der Diskriminierung von bakteriellen und viralen Entzündungen.

4 Referenzbereich [bearbeiten]

  • Serumspiegel < 0,5 μg/l

Für Neugeborene liegt der Referenzwert in den ersten Lebenstagen höher.

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Michael Melchers schreibt seit dem 5.05.2005 im Flexikon, hat bereits 91 neue Artikel publiziert und 230 Artikeldetails verbessert.

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