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Hodenkrebs

Synonyme: Hodenkarzinom

1 Definition

Als Hodenkrebs bezeichnet man eine bösartige Neubildung im Bereich der Hoden. Im Gegensatz zu vielen anderen Krebsarten tritt diese Form eher bei jüngeren Männern im Alter zwischen 20 und 45 Jahren auf. Der Hodenkrebs zählt zu den am besten therapierbaren Krebserkrankungen.

2 Verbreitung

Das Hodenkarzinom gehört zu den eher seltenen Formen von Krebs und tritt mit einer Inzidenz von ca. 10:100.000 Menschen auf. Bei 10- bis 20-jährigen Kindern bzw. männlichen Jugendlichen ist es aber der mit Abstand häufigste Krebs. Etwa 4.000 Diagnosen werden in Deutschland jedes Jahr gestellt, wobei zwischen 180 und 200 Patienten daran versterben.

3 Einteilung

Hodenkarzinome können unterschieden werden in:

Typ Altersgipfel (Lebensjahr) Therapie Heilungschance Stadium T1, T2 ... im Stadium M1 (Fernmetastasen)
Seminome 35. - 45. Strahlentherapie 95-100 % 85 %
Nichtseminome 20. - 30. Chemotherapie > 95 % 50-90 %

4 Symptome

Der Hodenkrebs verursacht lange keine Symptome wie Schmerzen oder Funktionsausfälle irgendeiner Art. Er wird meistens durch Abtasten des Skrotums als knötchenartiges Gebilde oder schlicht als vergrößerter Hoden entdeckt. Männer – insbesondere in dem risikoträchtigen Alter – sollten regelmäßig ihre Hoden nach Auffälligkeiten abtasten und im Falle einer Veränderung sofort ärztliche Hilfe aufsuchen.

5 Risikofaktoren

Wichtigster Risikofaktor ist der Hodenhochstand (Maldescensus testis). In diesem Fall verbleiben die Hoden in der Leistengegend. In diesem Fall ist eine Orchidopexie vor dem 2. Lebensjahr notwendig, die das Risiko signifikant vermindert. Ein weiterer Risikofaktor ist zudem das Vorliegen eines Hoden-Tumors bei erstgradigen Verwandten (erhöhtes Risiko für Keimzelltumoren).

6 Diagnose

Labor/Tumormarker:

7 Therapie

8 Prognose

Prinzipiell ist die Prognose beim Hodenkrebs im Vergleich zu vielen anderen Krebserkrankungen gut, insbesondere dann, wenn er früh entdeckt wird. Aufgrund der weniger ausgeprägten Metastasierungstendenz ist die Prognose bei den Seminomen besser als bei den Nichtseminomen. Doch selbst beim Vorliegen von Metastasen bestehen noch relativ gute Heilungschancen.

Prominentes Beispiel ist der vielfache Tour-de-France-Sieger Lance Armstrong, der nach überstandener Hodenkrebserkrankung (mit Metastasen im Gehirn) ein Jahr später erneut zu dem Radrennen antrat und erneut gewann.

9 Weblinks

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