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Makrophage

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Synonym: Fresszelle
Englisch: macrophage

Definition [bearbeiten]

Makrophagen sind große, bewegliche, einkernige Zellen, die zum zellulären Immunsystem gehören. Sie haben eine Halbwertszeit von 6 Stunden. Sie entwickeln sich aus den im Blut zirkulierenden Monozyten, die eine Halbwertszeit von ca. 72 Stunden haben. Der Unterschied ist im wesentlichen topografisch: Monozyten, die in das Gewebe migriert sind, werden Makrophagen genannt.

Einteilung [bearbeiten]

Man unterscheidet zwischen ortsunabhängigen, mobilen (auch: motilen) Makrophagen, die bedarfsweise aus dem Blut einwandern und ortsständigen, sessilen Makrophagen. Die sessilen Makrophagen sind an ein spezifisches Gewebe gebunden und tragen zum Teil eigene Namen, z.B.:

Aufgaben [bearbeiten]

Als Bestandteil des mononukleär-phagozytären Systems (MPS) haben die Makrophagen vielfältige Funktionen im Rahmen der Erregerabwehr.

Ihre wichtigste Aufgabe ist die Phagozytose von Mikroorganismen und anderen Fremdkörpern im Rahmen der unspezifischen Abwehr. Das Zytoplasma der Makrophagen enthält eine große Zahl an Lysosomen, die lytische Enzyme enthalten, mit den phagozytierte Erreger getötet werden können. Dieser Vorgang führt zur so genannten "Aktivierung" des Makrophagen, und in der Folge zur Sekretion von Zytokinen, die die Entzündungsreaktion steuern.

Eine weitere wichtige Funktion der Makrophagen ist die Antigenpräsentation. Die Makrophagen prozessieren phagozytierte Bakterien zu Peptidfragmenten und transportieren sie mit Hilfe von MHC-II-Molekülen auf die Zelloberfläche. Auf diese Weise wird der Makrophage zur Antigen-präsentierenden Zelle (APC). Die Antigene werden durch T-Helferzellen erkannt, die daraufhin die Produktion spezifischer Antikörper auslösen.

Auf den Reiz von Antigenen hin, z.B. Lipopolysaccharide (LPS), setzen sowohl Monocyten als auch Makrophagen pyrogene Botenstoffe frei, nämlich IL-1-beta, und TNF-alpha, die eine Fieberschub auslösen. Diese Freisetzung von Pyrogenen kann noch unter der Zugabe von Zink vergrößert werden. Bei parenteraler Ernährung eines Patienten, der an einer bakteriellen Infektion erkrankt ist, bewirkt die i.v. Zugabe von Zink-Ionen einen Fieberschub.

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