Mononukleär-phagozytäres System
Synonyme: MPS, Monozyten-Makrophagen-System, MMS, Mononukleäres Phagozyten-System
1 Definition [bearbeiten]
Das Mononukleär-phagozytäre System, kurz MPS, ist ein Teil des Immunsystems. Es repräsentiert die Gesamtheit aller Körperzellen, die zur Phagozytose und Speicherung von Stoffen bzw. Partikeln befähigt sind. Das retikulohistiozytäre System (RHS) ist eine Teilmenge des MPS.
2 Zellen [bearbeiten]
Unter anderem werden folgende Zellen zum MPS gerechnet:
- Monozyten
- Histiozytäre Retikulumzellen
- Histiozyten (Bindegewebe)
- Epitheloidzellen
- Alveolarmakrophagen (Lunge)
- Kupffer-Sternzellen (Leber)
- Langerhans-Zellen (Epidermis)
- Osteoklasten (Knochen)
- Hofbauer-Zellen (Plazenta)
- Mikrogliazellen (Gehirn)
- Mesangiumzellen (Niere)
- Follikuläre dendritische Retikulumzellen (Lymphknoten)
- Interdigitierende dendritische Retikulumzellen (Lymphknoten)
3 Funktion [bearbeiten]
Das Mononukleär-phagozytäre System dient der Krankheitsabwehr und der Beseitigung von körpereigenem Substanzabfall (z.B. Zelldetritus) und Fremdkörpern (z.B. Mikroorganismen). Die Zellen dieses Systems werden durch Zytokine aktiviert und übernehmen als antigenpräsentierende Zellen (APC) auch eine wichtige Funktion bei der spezifischen Immunantwort.
Tags: Immunsystem, Phagozytose
Fachgebiete: Immunologie
Um diesen Artikel zu kommentieren, melden Sie sich bitte an.
Videos & Web-TV
![]() | Littmann Listen-In Teaching System 05.07.2012, DocCheck Shop Dauer: 02:10 min |






