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Ovar

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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(Weitergeleitet von Eierstock)

von lateinisch: ovum - Ei
Synonym: Eierstock, Ovarium

1. Definition [bearbeiten]

Das Ovar zählt zu den inneren weiblichen Geschlechtsorganen. Im Eierstock werden Eizellen ausgebildet, die während der Geschlechtsreife monatlich ausgestoßen werden (Ovulation). Eine weitere wichtige Aufgabe des Ovars ist die Produktion und Sekretion von weiblichen Geschlechtshormonen. Das Ovar ist ein paariges Organ.

2. Anatomie [bearbeiten]

2.1. Lage [bearbeiten]

Das Ovar liegt intraperitoneal im kleinen Becken (Pelvis minor) in einer kleinen Gewebevertiefung, der Fossa ovarica. Sie befindet sich im Bereich der Aufzweigung der Arteria iliaca communis bzw. Vena iliaca communis. Durch seine schräge Lage sind die laterokraniale Extremitas tubaria und die mediokaudale Extremitas uterina als Pole des Organs anzusprechen. An der Extremitas tubaria setzt das Ligamentum suspensorium ovarii an und verbindet das Ovar mit der seitlichen Beckenwand. An der Extremitas uterina setzt das Ligamentum ovarii proprium an, welches das Ovar mit dem Uterus verbindet.

2.2. Form [bearbeiten]

Das Ovar ist 3-5 cm lang und 0,5-1 cm dick und besitzt eine mandelähnliche zu beiden Seiten konvexe Form. Das jugendliche Ovar besitzt eine glatte Oberfläche. Bei Eintritt der Geschlechtsreife hat die ovarielle Oberfläche durch das Wachstum der Ovarialfollikel bedingte blasige Auftreibungen und insbesondere bei älteren Frauen narbige Zerklüftungen an Stellen, die ehemals ein Corpus luteum ausgebildet haben.

2.2.1. Margo mesovaricus [bearbeiten]

Der nach vorne gerichtete Rand (Margo) des Ovars wird als Margo mesovaricus, da an dieser Stelle das Mesovar ansetzt. Am Margo mesovaricus liegt das Hilum des Ovars.

2.2.2. Margo liber [bearbeiten]

Der freie, dem Margo mesovaricus gegenüberliegende Rand des Ovars wird als Margo liber bezeichnet. Er ist nach dorsokaudal gerichtet.

2.3. Leitungsbahnen [bearbeiten]

Die Gefäßversorgung des Ovars erfolgt über die Arteria ovarica aus der Aorta abdominalis und die Vena ovarica. Die vegetative Innervation besorgt der Plexus ovaricus.

3. Funktionelle Histologie [bearbeiten]

Das Ovar ist von einer bindegewebigen Kapsel, der Tunica albuginea umgeben. Unter der Kapsel lässt sich ein Schichtenbau (von außen nach innen) erkennen:

Die Rinde des Ovars enthält spinozelluläres Bindegewebe, eine besondere Form von Bindegewebe, die nur im Ovar vorkommt. Das Mark enthält lockeres Bindegewebe.

Die funktionell wichtigen Strukturen des Ovars sind in der Rinde gelegen. Hier findet die Follikelreifung statt, die in folgenden Schritten verläuft:

Der Graaf-Follikel rupturiert bei der Ovulation und entlässt die reife Eizelle in die Tuba uterina. Follikel enthalten Granulosazellen und Thekazellen, die die Eizelle umgeben und synthetisch aktiv sind. Sie verbleiben im Falle des Graaf-Follikels nach dem Eisprung im Ovar und wandeln sich zum Corpus luteum (Gelbkörper) um.

Follikel, die es innerhalb eines Menstruationszyklus nicht bis zur Sprungreife reifen unterliegen der Follikelatresie.

Bleibt eine Befruchtung der Eizelle aus degeneriert zum Ende des Menstruationszyklus auch das Corpus luteum und verbleibt als bindegewebiges Corpus albicans im Ovar. Bei Befruchtung der Eizelle wird das Corpus luteum durch Einfluss von Hormonen für die Schwangerschaft erhalten.

4. Krankheitsbilder [bearbeiten]

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