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Granulosazelle

Synonym: Körnchenzelle, Kornzelle

1 Definition

Bei der Granulosazelle handelt es sich um einen bestimmten Typ Epithelzelle, der im Ovarialfollikel lokalisiert ist. Der Name Granulosazelle leitet sich vom lateinischen Begriff für Korn – granum – ab.

2 Lokalisation

Die Granulosazellen befinden sich in der mehrschichtigen Körnerzellschicht (Stratum granulosum) im Bereich der Ovarialfollikel.

3 Entwicklung

Die Granulosazellen entwickeln sich unter dem Einfluss von Gonadotropinen - in erster Linie FSH - bei der Follikelreifung aus den Follikelepithelzellen des Primärfollikels. Dadurch wird der Primärfollikel zum Sekundärfollikel.

4 Funktion

Die innere Schicht der Follikelwand bildet sich im reifen Tertiärfollikel und wächst schließlich zum Eihügel (Cumulus oophorus) heran. An diesen Eihügel soll sich dann später die Eizelle heften. Die Granulosazellen übernehmen die Sekretion jener Flüssigkeit, die schlussendlich die Follikelhöhle füllen soll. Des Weiteres bilden die Granulosazellen nach dem Follikelsprung eine Schicht, die sich um die Eizelle legt. Diese von den Granulosazellen gebildete Hülle nennt sich Corona radiata und liegt der Zona pellucida der Eizelle außen an. Einige im Eierstock verbliebene Granulosazellen lagern Lipide ein. Dieser Vorgang heißt Luteinisierung. Durch diesen Prozess verwandeln sich die Granulosazellen in Granulosaluteinzellen und bilden den Gelbkörper (Corpus luteum). Eine weitere Funktion der Granulosazellen ist die Östrogenproduktion. Diese entstehen in den Granulosazellen durch Katalyse der Aromatase aus einem Vorläufer der Östrogene.

Fachgebiete: Gynäkologie, Histologie

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