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Waller-Degeneration

nach Augustus Volney Waller (1816-1870), Britischer Neurophysiologe
Synonyme: Waller'sche Degeneration, anterograde Degeneration
Englisch: Wallerian degeneration

1 Definition

Der Begriff Waller-Degeneration bezeichnet die komplexen pathophysiologischen Vorgänge, die nach der Durchtrennung eines Nervenzellfortsatzes (Axon) im Bereich distal der Schädigung auftreten.

2 Auslöser

Als Auslöser einer Waller-Degeneration kommen eine experimentell gesetzte Durchtrennung (Axotomie), eine traumatische Durchtrennung (Axonotmesis), sowie Ischämien, Blutungen Quetschungen, Infektionen oder eine toxische Schädigung in Frage.

Das Auftreten einer anterograden Degeneration bei einer Axotomie ist obligat. Das distale Axon kann, aufgrund des fehlenden direkten Kontakts zum Perikaryon, nicht mehr versorgt werden und geht zu Grunde.

3 Histopathologie

Histopathologisch sieht man eine Auflösung des distalen Axons und seiner Markscheide per Phagozytose durch Makrophagen. Die vom Axon abhängigen, distalen Nerven- oder Muskelzellen atrophieren.

siehe auch: retrograde Degeneration, anterograde transneuronale Degeneration

Diese Seite wurde zuletzt am 3. Juni 2014 um 13:33 Uhr bearbeitet.

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