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Axonotmesis

von altgriechisch: τμῆσις ("tmesis") - Abtrennung
Englisch: axonotmesis

1 Definition

Als Axonotmesis wird anhand der Seddon-Klassifikation eine Form der Nervenläsion bezeichnet. Es liegt eine Durchtrennung eines Axons und seiner Myelinscheide vor, während seine Hüllstrukturen (Endoneurium, Perineurium, Epineurium) intakt sind.

2 Hintergrund

Distal der Schädigung kommt es zu einer Waller-Degeneration des Nerven. Der proximale Axon-Stumpf bildet einen Wachstumskegel aus. Da die Kontinuität der Hüllstrukturen erhalten ist, kann eine vollständige Regeneration der Nervenfunktion eintreten.

3 Klinik

Im Innervationsgebiet des geschädigten Nerven treten Sensibilitätsstörungen, Paresen und/oder Muskelatrophien auf. Funktionen des vegetativen Nervensystems können ebenfalls beeinträchtigt sein.

4 Abgrenzung

Bei kurzzeitiger Leitungsstörung ohne Zerstörung des Axons und der Myelinscheide, spricht man von einer Neurapraxie. Sind sowohl Axon, Myelinscheide und zumindest Endoneurium zerstört, wird die Schädigung als Neurotmesis bezeichnet.

Die gezielte Durchtrennung eines Nerven zu experimentellen Zwecken nennt man Axotomie.

Diese Seite wurde zuletzt am 8. Juli 2020 um 18:55 Uhr bearbeitet.

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