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Hysterektomie

(Weitergeleitet von Uterusexstirpation)

von griechisch: hyster - Gebärmutter; temnein - schneiden
Synonym: Hysterectomia, Uterusexstirpation, Gebärmutterentfernung
Englisch: hysterectomy

1 Definition

Die Hysterektomie ist die komplette operative Entfernung des Uterus, gegebenenfalls mit zusätzlicher Entfernung der Adnexe.

2 Techniken

Für die Hysterektomie können verschiedene operative Zugangswege gewählt werden. Neben der offenen oder laparoskopischen abdominellen Operation besteht auch die Möglichkeit einer transvaginalen Organentfernung. Auch eine Kombination beider Techniken kann, beispielsweise bei Verwachsungen, in Erwägung gezogen werden.

Prinzipiell unterscheidet man bei der Hysterektomie zwei Konzepte:

  • Uterusamputation: Absetzung des Uterus oberhalb der Cervix uteri. Diese Technik wird wegen der Möglichkeit der Entwicklung eines Malignoms der belassenen Zervix heute nur noch in Ausnahmefällen durchgeführt.
  • Uterusexstirpation: Entfernung des kompletten Uterus. Bei Bedarf können auch die Adnexe mit entfernt werden.

Bei Entfernung weiterer Nachbarstrukturen spricht man von einer radikalen Hysterektomie.

LASH-Operation: Laparoskopische suprazervikale Hysterektomie

3 Indikationen

Bei den meisten Hysterektomien liegt eine gutartige Erkrankung der Gebärmutter vor. Meistens handelt es sich um eine benigne Raumforderung, die entweder die Muskelschicht oder die Schleimhaut betrifft. Auch chronisch rezidivierende Blutungen oder eine Verlagerung des Organs können (v.a. wenn kein Kinderwunsch mehr besteht) eine Hysterektomie erfordern.

3.1 Uterus myomatosus

Der Uterus myomatosus ist die häufigste Indikation für eine Hysterektomie. Hier liegen multiple Myome in der Gebärmuttermuskulatur vor, die zu Schmerzen und Menstruationsstörungen führen.

3.2 Uterusprolaps

Hierbei stülpt sich die Gebärmutter nach außen in Richtung der Scheidenöffnung.

3.3 Weitere Indikationen

4 Mögliche Komplikationen

Grundsätzlich gilt die Hysterektomie als relativ risikoarmer Eingriff. Dennoch sind – je nach chirurgischem Vorgehen – einige Risiken zu beachten. Grundsätzlich normal sind starke Schmerzen in den Tagen nach dem Eingriff. Diese lassen sich durch Analgetika gut in den Griff bekommen. Die Hauptrisiken sind Verletzungen der Nachbarorgane, Wundheilungsstörungen, Infektionen oder Blutungen.

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