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Tränenwegsverschluss

1 Definition

Bei einem Tränenwegsverschluss handelt es sich um eine Blockierung der ableitenden Tränenwege.

2 Ursachen

Zu den ableitenden Tränenwege gehören die Tränenpünktchen am Oberlid und Unterlid des Auges, die sich daran anschließenden Tränenkanälchen, die in einen gemeinsamen Tränensack münden, der seinerseits wiederum im Ductus nasolacrimalis endet. Ist nun durch einen angeborenen oder erworbenen Defekt dieser Weg blockiert, kann die Tränenflüssigkeit nicht richtig abtransportiert werden.
Eine angeborene Störung entsteht vor allem durch eine fehlende Öffnung des Ductus nasolacrimalis in den ersten Lebensmonaten. Erworbene Störungen kommen durch Entzündungen wie zum Beispiel eine Kanalikulitis oder Dakryozystitis zustande. Auch Tumoren können die ableitenden Wege blockieren.
Allgemein kann es zu einem kompletten, aber auch zu einem inkompletten Tränenwegsverschluss kommen, wobei der inkomplette Verschluss auch als Tränenwegstenose oder Dakryostenose bezeichnet wird.

3 Symptome

Das wichtigste Leitsymptom bei einem Tränenwegsverschluss ist die Epiphora, also das Tränenfließen. Dies spricht für eine schlecht abfließende Tränenflüssigkeit. Auch Absonderungen in den Augenwinkeln sind oft zu beobachten.

4 Diagnose

Mit Hilfe einer Angiographie kann der Augenarzt den genauen Verschlussort lokalisieren. Es ist wichtig, andere Ursachen wie Tumoren, die zum blutigen Tränenträufeln führen würden, oder auch Entzündungen, die mit eitrigen Absonderungen einhergehen würden, auszuschließen.

5 Therapie

Medikamentös kann Xylometazolin zur Abschwellung der Tränenwege führen. Antibiotika werden bei einer bakteriellen Entzündung verabreicht. Der Patient kann bereits durch Massagen die Tränendrainage ankurbeln. Schließlich kann auch eine Tränenwegspülung durchgeführt werden.

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