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Thorakale arteriovenöse Malformation

1 Definition

Eine thorakale arteriovenöse Malformation, kurz thorakale AVM, ist eine seltene Gefäßfehlbildung, die durch einen pathologischen Shunt zwischen Lungenarterien und Lungenvenen ohne zwischengeschaltetes Kapillarbett gekennzeichnet ist.

2 Ätiologie

Thorakale AVM sind i.d.R. angeboren und sehr selten traumatisch erworben. In 80-90 % d.F. kommen sie multipel im Rahmen eines Morbus Osler vor.

3 Klinik

Thorakale AVM sind meist ein asymptomatischer Zufallsbefund. Bei großem Shuntvolumen kann es zu Hypoxämie und Zeichen der Herzinsuffizienz kommen. Ungefähr 1/3 der Patienten weisen anamnestisch Schlaganfälle oder Hirnabszesse auf.

4 Diagnostik

Im Röntgen-Thorax kann eine rundliche, lobulierte oder tubulär geschlängelte Verschattung erkennbar sein, die typischerweise zum Hilus hin gestielt ist.

Gefäßäquivalente Dichtewerte im Nativbild und gefäßquivalentes Enhancement nach Applikation von Kontrastmittel ermöglichen die Blickdiagnose in der Computertomographie (CT) bzw. der CT-Angiographie (CTA).

5 Differenzialdiagnosen

Eine thorakale AVM ist von einem malignomverdächtigen Rundherd abzugrenzen. Dieser weist kein gefäß- bzw. phasenäquivalentes Kontrastmittelenhancement auf.

6 Therapie

Eine thorakale AVM kann durch Ballon- oder Coil-Okklusion behandelt oder operativ reseziert werden.

Diese Seite wurde zuletzt am 25. Januar 2021 um 21:00 Uhr bearbeitet.

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