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Stress-Echokardiographie

Synonym: Stressechokardiographie

1 Definition

Die Stress-Echokardiographie ist eine Ultraschall-Untersuchung des Herzens unter Belastung. Sie dient zum Nachweis bzw. Ausschluss einer myokardialen Ischämie bei Verdacht auf eine hämodynamisch bedeutsame koronare Herzerkrankung (KHK) oder zur Vitalitätsdiagnostik bei bekannter KHK.

2 Vorgehen

Bei der Stress-Echokardiographie wird in Ruhe und unter Belastung die globale und regionale Kontraktilität des Herzens in unterschiedlichen Schnitten (z.B. apikaler 4-Kammerblick, parasternale kurze Achse etc.) beurteilt. Induzierbare Wandbewegungsstörungen entsprechen dem Nachweis einer Ischämie.

Die Belastung kann sowohl dynamisch (Fahrradergometrie) als auch pharmakologisch (Dobutamin oder Dipyridamol) erfolgen. Bei der Dobutamin-Stress-Echokardiographie kann zwischen einer High-dose- und einer Low-dose-Prozedur unterschieden werden: Die High-dose-Prozedur dient zur Ischämiediagnostik, die Low-Dose-Prozedur der Vitalitätsdiagnostik. Auch die Phänomene "Stunning" und "Hibernation" können dabei differenziert werden.

3 Befunde

  • Ischämie: Myokardsegment mit induzierbarer Wandbewegungsstörung unter Belastung.
  • Narbe: Myokardsegment bleibt unter low-dose und high-dose wandbewegungsgestört.
  • Hibernating myocardium: Myokardsegment zeigt unter low-dose eine Steigerung der regionalen Kontraktilität, unter high-dose Verschlechterung der regionalen Kontraktilität.
  • Stunning myocardium: Zeigt unter low-dose und high-dose eine Steigerung der regionalen Kontraktilität.

4 Aussagekraft

Vorteile der Methode sind die hohe diagnostische Wertigkeit und die Kosteneffizienz. Als Nachteile kann man die teils limitierte Schallbarkeit des Patienten und die hohe Interobserver-Variabilität der Befunde anführen, weshalb eine große Expertise zur adäquaten Beurteilung der Aufzeichnungen unabdingbar ist.

5 Alternativen

Alternative Methoden zur Ischämie- und/oder Vitalitätsdiagnostik des Herzens sind:

Tags:

Fachgebiete: Kardiologie

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