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Rhipicephalus turanicus

von lateinisch: turanicus - zu Turan gehörend, turanisch (persisch für Turkestan)

1 Definition

Rhipicephalus turanicus ist eine Zecke aus der Gattung Rhipicephalus innerhalb der Familie der Schildzecken (Ixodidae).

2 Taxonomie

3 Morphologie

Rhipicephalus turanicus ist morphologisch sehr ähnlich mit Rhipicephalus sanguineus oder Rhipicephalus sulcatus, weshalb diese Arten untereinander oftmals verwechselt werden.

4 Entwicklung

Es gibt mehrere Stämme von Rhipicephalus turanicus, wobei alle 3-wirtig sind und ein breites Wirtsspektrum aufweisen. Der Entwicklungszyklus durchläuft folgendes Schema:

  • Boden: EiLarve → 1. Wirt
  • 1. Wirt: Larve → Boden
  • Boden: Larve → Nymphe → 2. Wirt
  • 2. Wirt: Nymphe → Boden
  • Boden: Nymphe → Adultus → 3. Wirt
  • 3. Wirt: Adultus → Boden
  • Boden: Eiablage der Weibchen

Eine Generation dauert etwa 70 bis 130 Tage.

5 Wirtsspektrum

Larven und Nymphen parasitieren bevorzugt auf Nagern, Hasen und Vögeln. Die adulten Zecken infestieren meist Schafe, Ziegen und Pferde - selten auch Schweine, Rinder und Hunde. Bei Schafen befallen die Zecken meist die Ohren.

6 Verbreitung

Rhipicephalus turanicus ist im mediterranen Klima von März bis Juni und von September bis November aktiv. Die Zecke bevorzugt subhumide bis semiaride Habitate. Das Verbreitungsgebiet umfasst neben Zentral- und Südasien vor allem die Mittelmeerküstenregionen bis etwa 250 km landeinwärts. Man findet den Parasiten in Iberien, Südfrankreich, Italien, im Tessin und auf dem Balkan endemisch.

Rhipicephalus wird hin und wieder auch nach Mitteleuropa eingeschleppt.

7 Erreger

Rhipicephalus turanicus ist ein bedeutender Vektor für verschiedene Krankheitserreger, wie twa Anaplasma ovis, Rickettsia conorii, Babesia trautmanni, Theileria equi und Theileria ovis.

8 Literatur

  • Eckert, Johannes, Friedhoff, Karl Theodor, Zahner, Horst, Deplazes, Peter. Lehrbuch der Parasitologie für die Tiermedizin. 2., vollständig überarbeitete Auflage. Enke-Verlag, 2008.

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