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Resorcin

Synonyme: Resorcinol, Resorzin, 1,3-Benzoldiol
Englisch: resorcin

1 Definition

Resorcin ist ein Benzol-Derivat das in der Dermatologie durch seine antiseptische Wirkung in verdünnten Lösungen Anwendung findet.

2 Anwendungsgebiete

In der Dermatologie verwendet man Resorcin zur Behandlung von Ekzemen in Salben und Haarwassern sowie als Keratolytikum bei Dermatosen der Kopfhaut. Es ist in starker Konzentration toxisch.

3 Toxikologie

Die perorale Aufnahme größerer Mengen Resorcin kann zu einer Intoxikation führen. Als letal gelten ca. 12 g. Es kommt zu einer Umwandlung des Hämoglobins in Methämoglobin mit daraus resultierender Zyanose. Ferner können Krämpfe, Koma und unter Umständen auch eine Atemlähmung auftreten.

3.1 Therapie der Vergiftung

Im Vordergrund stehen resorptionsvermindernde Maßnahmen (Aktivkohle, Natriumsulfat). Gegen die Methämoglobinämie kann u.a. Toluidinblau gegeben werden. Die weitere Behandlung erfolgt symptomatisch. Die Möglichkeit der künstlichen Beatmung ist sicherzustellen. Bei Krämpfen kann auf Diazepam zurückgegriffen werden.

Fachgebiete: Pharmazie

Diese Seite wurde zuletzt am 14. Januar 2014 um 15:31 Uhr bearbeitet.

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