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Reentry-Mechanismus

Synonym: Wiedereintritt-Mechanismus

1 Definition

Der Reentry-Mechanismus ist einer der drei Hauptmechanismen bei tachykarden Herzrhythmusstörungen. Er erzeugt eine kreisende Erregung im Myokard.

2 Hintergrund

Auslöser des Reentry-Mechanismus ist eine inhomogene Erregbarkeit des Myokards, die entweder funktionell oder anatomisch (Infarktnarbe, Fibrose) bedingt sein kann.

In der Modellvorstellung basiert das Reentry auf zwei Leitungsbahnen A und B. Leitungsbahn A weist eine langsame Reizleitung und eine kurze Refraktärzeit auf, Leitungsbahn B eine schnelle Reizleitung und eine lange Refraktärzeit. Die beiden Leitungsbahnen verhalten sich komplementär zueinander: Die Zeit für die Reizleitung in einer Leitungsbahn dauert immer länger als die Refraktärzeit der jeweils anderen Leitungsbahn. Auf diese Weise trifft die Depolarisationswelle immer auf erregbares Gewebe und die Erregung kann kreisen.

Ein Reentry wird dann ausgelöst, wenn ein unidirektionaler anterograder Block in der Leitungsbahn B verhindert, dass die Leitungsbahn regelrecht depolarisiert.

Diese Seite wurde zuletzt am 26. Januar 2018 um 23:22 Uhr bearbeitet.

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