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Katheterablation

von lateinisch: ablatio - Abtragung, Ablösung

1 Definition

Unter einer Katheterablation versteht man die selektive Ausschaltung von Gewebe, in der Regel von Herzmuskelgewebe, über einen in das Gefäßsystem eingeführten Katheter.

2 Methode

Ziel der Katheterablation des Herzens ist es, das auslösende Gewebe einer ektopen Erregungsbildung auszuschalten oder durch gezieltes Setzen von Narben eine Weiterleitung falscher Impulse zu unterbinden. Die am häufigsten verwendete Methode ist die so genannte Hochfrequenzablation, bei der das Gewebe mit Hilfe von Strom erhitzt und zerstört wird. Alternativ kommt eine Kryoablation unter dem Einsatz von Kälte in Frage .

3 Einsatzgebiete

Die Katheterablation wird meist zur invasiven Therapie von Herzrhythmusstörungen im Rahmen einer Elektrophysiologischen Untersuchung (EPU) des Herzens durchgeführt. Dabei wird Herzmuskelgewebe im rechten Herzvorhof, seltener auch im linken Herzvorhof verödet.

Ein weiteres Einsatzgebiet ist endovaskuläre Hochfrequenzablation sympathischer Nervenfasern innerhalb der Adventitia der Nierenarterien. Sie kommt bei therapieresistenter arterieller Hypertonie zum Einsatz.

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