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Kryoablation

von altgriechisch: κρύος ("kryos") - Eis, Frost; lateinisch: ablatio - Abtragung, Ablösung

1 Definition

Bei der Kryoablation handelt es sich um eine Form der Katheterablation, die auf der Anwendung von Kälte beruht.

2 Indikation

Die Methode kommt meist in der Behandlung von symptomatischem Vorhofflimmern zum Einsatz. Neben der Radiofrequenzablation stellt sie eine alternative Methode zur Durchführung einer Pulmonalvenenisolation dar. Durch die Verödung oberflächlichen Gewebes im Bereich der Einmündung der Pulmonalvenen in den linken Vorhof (Atrium cordis sinistrum) soll dabei die Weiterleitung spontaner elektrischer Impulse verhindert werden.

3 Durchführung

In der Regel wird im Bereich der Leiste die Vena femoralis punktiert und ein Katheter bis zum rechten Vorhof (Atrium cordis dextrum) vorgeschoben. Durch das Vorhofseptum hindurch wird der linke Vorhof aufgesucht. Im Bereich der Katheterspitze wird ein Ballon entfaltet und in der Einmündung der Pulmonalvenen platziert, sodass diese kurzzeitig verschlossen wird. Durch Einleitung eines flüssigen Kühlmittels in den Ballon kommt es zu einer Abkühlung auf Minusgrade, die zu einer Vernarbung des Gewebes und Durchbrechung der elektrischen Leitung führt.

4 Komplikationen

Mögliche Komplikationen sind z.B.

Zudem treten häufig Rezidive auf. Nach aktueller Studienlage scheint die Kryoablation zur Behandlung eines therapierefraktären Vorhofflimmerns gleichwertig im Vergleich zur konventionellen Radiofrequenzablation.

5 Literatur

Fachgebiete: Kardiologie

Diese Seite wurde zuletzt am 25. Februar 2021 um 18:18 Uhr bearbeitet.

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