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Elektrophysiologische Untersuchung des Herzens

Synonym: EPU
Englisch: (Intracardiac) electrophysiology study of the heart

1 Definition

Als Elektrophysiologische Untersuchung des Herzens, kurz EPU, bezeichnet man eine Rechtsherzkatheter-Untersuchung, bei der unter Röntgenkontrolle 2 bis 4 Elekktrodenkatheter entlang des Reizleitungssystems des Herzens platziert werden.

2 Indikation und Durchführung

Die Elektrophysiologische Untersuchung dient der Abklärung und Abschätzung von Herzrhythmusstörungen (un)bekannter Genese. Die im Herzen platzierten Elektroden dienen als Stimulations- und Ableitelektroden. Mit ihrer Hilfe können Herzrhythmusstörungen direkt provoziert und ihre Ursache lokalisiert werden. Darüberhinaus ermöglichen sie die Beurteilung der Reizbildung (Sinusknoten-Elektrode), der Erregungsweiterleitung auf die Herzkammern (AV-Knoten-Elektrode) und der Leitungsqualität.

Im Rahmen eines Präexzitationssyndroms kann die abnorme Leitungsbahn (z.B. Kent-Bündel bei WPW-Syndrom) genau lokalisiert und mittels Ablationskatheter verödet werden.

3 Beschwerden und Komplikation

Die während der EPU provozierten Herzrhythmusstörungen werden allgemein als unangenehm empfunden. Symptomatisch äußern sie sich durch Unwohlsein, Schweißausbrüche, Palpitationen, retrosternale Schmerzen oder Synkopen. In der Regel können sie durch intravenös applizierte Antiarrhythmika oder elektrische Überstimulation kontrolliert werden. In seltenen Fällen kann eine Defibrillation erforderlich sein.

weitere Komplikationen: siehe Herzkatheter-Untersuchung

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