Infarktnarbe
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LoslegenDefinition
Als Infarktnarbe bezeichnet man den bindegewebigen Ersatz des Myokards nach einem Herzinfarkt oder einer anderweitigen Schädigung des Herzgewebes. Infarktnarben sind nicht kontraktil und führen bei größerer Ausdehnung zu einer verminderten Herzleistung.
Pathophysiologie
Nach einem Myokardinfarkt kommt es durch die ischämische Nekrose von Kardiomyozyten zunächst zu einer entzündlichen Reaktion mit Abbau des nekrotischen Gewebes. Im weiteren Verlauf wandern Fibroblasten in den Infarktbezirk ein und bilden kollagenreiches Bindegewebe, welches das zerstörte Myokard ersetzt.
Die resultierende Infarktnarbe ist nicht kontraktil und kann zu einem Remodeling des Ventrikels mit Dilatation und eingeschränkter Pumpfunktion führen, das sich klinisch als Herzinsuffizienz manifestiert. Transmurale Infarktnarben des linken Ventrikels können auch zur Entstehung eines Herzwandaneurysmas führen. Darüber hinaus sind Narbenareale aufgrund gestörter Erregungsausbreitung und Reentry-Mechanismen potentielle Auslöser ventrikulärer Herzrhythmusstörungen.
Pathohistologie
Pathohistologisch zeigt sich ein Verlust der myokardialen Gewebearchitektur, Kardiomyozyten sind durch zellarmes kollagenreiches Narbengewebe ersetzt.
Diagnostik
Infarktnarben können mittels Kardio-MRT nachgewiesen werden. Im Kardio-MRT zeigt sich typischerweise ein subendokardiales oder transmurales Late Gadolinium Enhancement (LGE). Das Ausmaß der Kontrastmittelanreicherung korreliert mit dem Grad der irreversiblen Myokardschädigung und besitzt prognostische Bedeutung hinsichtlich funktioneller Erholung.