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Primordialfollikel

Englisch: primordial follicle

1 Definition

Primordialfollikel sind das Ursprungsstadium der Ovarialfollikel. Sie bestehen aus der Eizelle (Oozyte) und einer Schicht abgeflachter Follikelepithelzellen.

2 Embryologie

Die Primordialfollikel werden pränatal angelegt. Sie entstehen um die 6. SSW aus pluripotenten Urkeimzellen (Primordialkeimzellen), die aus dem Dottersack in die Gonadenanlage einwandern, um sich dort weiter zu unipotenten Oogonien zu differenzieren. Diese Zellen vermehren sich durch Mitose bis zum 6. Embryonalmonat zu einer Zahl von mehreren Millionen Oogonien. Sie werden in der Folge von Epithelzellen umgeben, die aus der Genitalleiste einwandern. Mit dem Ende des 8. Embryonalmonats haben alle Oogonien das Stadium der Primordialfollikel erreicht. Während der Fetalzeit gehen laufend Oogonien und Follikel unter, so dass sich ihre Zahl bis zum Zeitpunkt der Geburt auf etwa 400.000 bis 500.000, nach anderen Angaben bis zu 2 Millionen Follikel reduziert.

Die weitere Entwicklung der Primordialfollikel pausiert danach bis zur Pubertät. Die Eizellen sistieren dabei in einem Zellteilungsstadium am Ende der Prophase der 1. Reifeteilung, das man als Diktyotän bezeichnet. Mit Beginn der Pubertät stößt die Hypophyse die weitere Follikelreifung durch Ausschüttung des Hormons FSH an. Zu diesem Zeitpunkt sind etwa noch 50.000 Eizellen vorhanden.

Fachgebiete: Histologie

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