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Periphere Fazialisparese

1 Definition

Bei der peripheren Fazialisparese handelt es sich um eine Lähmung im Versorgungsgebiet des Nervus facialis (Fazialisparese). Diese kann durch eine Läsion bzw. eine Durchtrennung des Nervus facialis in seinen Kerngebieten (nukleär) oder im peripheren Nervenverlauf entstehen.

2 Epidemiologie

Die periphere Fazialisparese ist die häufigste Lähmung eines einzelnen Nerven, die beim Menschen vorkommt. Die idiopathische Form kommt mit einer Inzidenz von 20-25 Fällen auf 100.000 Einwohner pro Jahr vor.

3 Symptome

Durch den Ausfall des Nervs kommt es zur Schwäche bis vollständigen Lähmung der mimischen Muskulatur mit typischer Symptomatik ipsilateral zur Läsion - d.h. auf derselben Seite:

Im Gegensatz zur zentralen Fazialisparese sind bei der peripheren Fazialisparese auch die Stirnmuskeln mitbetroffen. Die Stirn erscheint glatt und faltenlos bzw. faltenarm.

4 Ätiologie

In etwa 80% der Fälle bleibt die Ursache unbekannt. Man spricht dann von der idiopathischen Fazialisparese oder Bell-Parese. Weitere mögliche Ursachen sind:

Eine periphere Fazialisparese tritt auch kongenital auf, z.B. bei Osteopetrose oder beim Möbius-Syndrom

5 Diagnostik

6 Therapie

  • Behandlung der Grunderkrankung
  • Steroidstoßtherapie (Prednison über 10 Tage)

7 Prognose

Die Prognose ist abhängig vom Schweregrad. Die Prognose der Bell-Lähmung ist meistens günstig, bei 70-90% der Patienten kommt es nach 6 Wochen bis 3 Monaten zur Rückbildung der Symptomatik.

Günstige prognostische Zeichen sind eine langsame Progression, eine inkomplette Parese im Akutstadium und früher Beginn der Besserung der Symptomatik. Bei ganglionärer und supraganglionärer Lokalisation der Läsion und bei Ramsay-Hunt-Syndrom (Zoster Oticus) ist die Prognose weniger günstig.

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