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Zentrale Fazialisparese

Synonyme: zentrale faziale Parese, supranukleäre Parese
Englisch: central facial nerve paralysis

1 Definition

Bei der zentralen Fazialisparese handelt es sich um eine Lähmung im Versorgungsbereich des Nervus facialis, die durch eine Schädigung im Bereich des motorischen Kortex oder Tractus corticonuclearis (zwischen Hirnrinde und Fazialiskern) verursacht wird.

2 Symptome

Bei der zentralen Fazialisparese

Selten kann es bei einer zentralen fazialen Parese zu einer Dissoziation von Willkürmotorik und automatischer oder emotionaler Motorik kommen. Die Patienten können z.B. nicht willkürlich oder auf Aufforderung hin die Zähne zeigen.

Legende: 1 = kortikonukleäre Fasern aus dem Gyrus precentralis, 2 = Fasern aus dem unteren Teil des Nucleus nervi facialis, 3 = Fasern aus dem oberen Teil des Nucleus nervi facialis

3 Ursachen

Mögliche Ursachen für eine zentrale faziale Parese sind unter anderem:

Die zentrale Fazialisparese basiert auf einer Schädigung der Nervenzellen, die vom Gyrus praecentralis zum Kerngebiet des Fazialisnerven im Hirnstamm verlaufen. Diese Nervenzellen vermitteln die Informationen für Willkürbewegungen der mimischen Muskulatur an die Motoneurone, die in ihrer Gesamtheit den Fazialisnerven ausmachen. Die Zellleiber dieser Motoneurone bilden den Nucleus des Fazialisnerven im Hirnstamm.

Die Nervenzellen kreuzen auf ihrem Weg zum Hirnstamm die Seiten, so dass der Kern des linken Fazialisnerven Informationen aus der rechten Großhirnrinde erhält und genauso umgekehrt. Hiervon abweichend erhalten die Motoneurone, die die mimische Muskulatur der oberen Gesichtspartien versorgen, Informationen aus beiden Gehirnhälften.

Diese Seite wurde zuletzt am 28. Januar 2022 um 19:34 Uhr bearbeitet.

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