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Platysma

Englisch: platysma

1 Definition

Das Platysma gehört zur oberflächlichen Schicht der ventralen Halsmuskulatur. Als dünne Muskelplatte bedeckt es nahezu die gesamte anteriore Fläche des Halses und wird funktionell zur mimischen Muskulatur gerechnet.

2 Verlauf

Das Platysma weist einen großen Variationsreichtum auf. Es kann als dünne, blasse Muskelplatte mit zahlreichen bindegewebigen Unterbrechungen vorliegen oder als dickes, rotes Muskelareal mit geringem Bindegewebsanteil.

2.1 Ursprung

Der Ursprung des Platysmas liegt an der Faszie, welche die oberen Anteile des Musculus pectoralis major und des Musculus deltoideus bedeckt. Darüber hinaus entspringen zahlreiche Fasern aus der Haut von Brust, Hals und Schulter.

Die Faserzüge verlaufen quer über die Clavicula und ziehen entlang der frontalen und lateralen Halsregion nach kranial und medial. Teilweise verflechten sie sich mit Faserzügen der Gegenseite.

2.2 Ansatz

Der Ansatz des Platysmas liegt kaudal der Linea obliqua des Unterkiefers (Mandibula). Einige Faserzüge inserieren in der Haut und im Bindegewebe der unteren Gesichtshälfte, wobei sie teilweise in den Musculus mentalis, den Musculus depressor anguli oris oder sogar den Musculus orbicularis oris einstrahlen können.

3 Topografie

Unterhalb des Platysmas liegt die Ansa cervicalis superficialis. Zwischen Platysma und dem Musculus sternocleidomastoideus zieht die Vena jugularis externa vom Kieferwinkel zur Clavicula.

4 Innervation

Das Platysma wird vom Ramus colli des Nervus facialis innerviert.

5 Funktion

Die Kontraktion des Platysmas führt zu einem Herabziehen des Unterkiefers, der Mundwinkel und der Unterlippe. Bei fixiertem Unterkiefer wird die Halshaut gespannt und verkürzt.

6 Embryologie

Das Platysma bildet sich - wie die übrige mimische Muskulatur - aus dem Mesenchym des 2. Kiemenbogens.

7 Klinik

Mit Erschlaffung der Halshaut im 5. bis 6. Lebensjahrzehnt wird der mediale Rand des Platysmas beider Seiten als paarige Längsfalte im vorderen Halsbereich sichtbar ("Truthahnhals").

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