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Parodontopathie

1 Definition

Als Parodontopathien werden Erkrankungen des parodontalen Zahnhalteapparates bezeichnet. Man unterscheidet verschiedene Typen: Plaque, Zahnstein, Gingivitis, Parodontitis. Generell folgen diese Erkrankungen aufeinander oder direkt; sie stellen infektiöse und entzündliche Veränderungen dar.

2 Typen

2.1 Plaque

Plaque ist eine Ablagerung von Bakterien, Zellen aus dem Mund und Nahrungsbestandteilen (Glykoproteinen) auf der Zahnoberfläche. Dieser ist leicht abwischbar und nicht fest.

2.2 Zahnstein

Verhärtet der Plaque durch eine Aufnahme von Calcium- oder Phosphatverbindungen kommt es zu einer Mineralisierung und einem nicht mehr abwischbaren Belag auf der Zahnoberfläche. Man spricht in diesem Falle von Zahnstein, oder auch als Odontolithiasis bezeichnet.

Bei Hunden und Katzen findet zumeist eine Mineralisierung durch Calciumphosphat statt und eine grünliche Verfärbung. Bei einem Pferd findet dies vor allem durch Calciumcarbonat statt und damit eine weiß-graue Verfärbung.

2.3 Karies

Karies ist ein nekrotischer Vorgang des Zahnhartgewebes als Folge einer starken Plaqueablagerung. Die durch die Bakterien abgesonderten Säuren fressen sich in das Gewebe hinein und zerstören es; bei Erreichen der Zahnhöhle und der Pulpa, kommt es zusätzlich zu einer starken Pulpitis. Folgen der Pulpitis sind dann Wurzelspitzengranulome und damit oft noch Fistelbildungen.

2.4 Gingivitis

Nach längerer und stärkerer Plaquebildung über Zahnsteinzuwachs kommt es zu einer entzündlichen Reaktion der Schleimhaut um die Zähne, den Zahnhälse herum. Es kommt zu einer Schwellung, Wucherung und zu leichten Blutungen im fortgeschrittenen Stadium. Diese Form der Zahnfleischentzündung bezeichnet man als Gingivitis.

2.5 Parodontitis

Steigt die Entzündung verursacht durch Zahnbeläge zum Zahnhalteapparates herab, kommt es zu einer Parodontitis. Die Zahnbeläge wachsen durch Zunahme in Dicke und Menge in die Tiefe, den gingivalen Sulkus ein und vertiefen die Zahntasche. Diese Vertiefung ist mit dem irreversiblen Verlust der parodontalen Stützfunktion der Zähne verbunden. Die Folge ist Zahnausfall.

3 Diagnostik

Die Feststellung von solchen Parodontopathien findet mit Hilfe von Sonden statt. Zahnsonden oder Parodontalsonden helfen bei der Begutachtung des Zustandes der Zähne und derer Beläge. Es sollte stets eine Dokumentation über des Grad der Veränderungen, der Tiefe der parodontalen Tasche, Defekte der Zahnsubstanz und des allgemeinen Gebisses durch eine Röntgenuntersuchung erfolgen.

4 Therapie

Die Behandlung von Zahnstein erfolgt meist mit Hilfe von "fräsenden" Instrumenten, die den Zahnstein unter Hochdruck ablösen.

In der Veterinärmedizin ist diese Methode die übliche Art. Unter einer Vollnarkose und Beatmung wird das komplette Gebiss auf einmal vom Zahnstein, zumeist nach Anfärbung, und ähnlichen Belägen, Zahnveränderungen befreit.

In der Humanmedizin wird hierfür der Facharzt, der Zahnarzt aufgesucht. Bei Zahnarzt werden hierfür verschiedene Methoden angeboten.

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