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Paraaminosalicylsäure

Handelsname: PAS-Fatol N®
Synonyme: 4-Aminosalicylsäure, PAS

1 Definition

Paraaminosalicylsäure, kurz PAS, ist ein Arzneistoff, der als Antibiotikum speziell in der Therapie der Tuberkulose eingesetzt wird. Eine Zulassung besteht weiterhin für bestimmte chronisch-entzündliche Darmerkrankungen.

2 Chemie

Es handelt sich um ein organisches Kohlenwasserstoffmolekül mit aromatischen Eigenschaften. Als solches besitzt Paraaminosalicylsäure einen Benzolring als Grundgerüst. Die chemische Bezeichnung des Antibiotikums lautet 4-Amino-2-hydroxybenzoesäure. Der Wirkstoff besitzt ferner folgende Summenformel:

  • C7H7NO3

Bei Zimmertemperatur liegt die Verbindung als pulverartiger Feststoff vor, der Schmelzpunkt liegt bei etwa 150 °C. Die molare Masse beträgt 153,14 g·mol−1.

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3 Herstellung

Die Herstellung von PAS erfolgt aus dem Ausgangssubstanz 3-Aminophenol. Durch Carboxylierung dieser Verbindung entsteht das Antibiotikum. Das Medikament wird von dem in Mecklenburg-Vorpommern ansässigen Pharmaunternehmen Riemser Arzneimittel produziert und vermarktet.

4 Anwendungsgebiete

Da PAS eine schwächere Wirkung gegen die Tuberkulose aufweist als die heute gebräuchlichen Antibiotika, wird es nur noch als Kombinationspräparat oder bei einer Resistenz gegen andere Wirkstoffe angewendet. Weitere Anwendungsgebiete sind chronische Darmerkrankungen, wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa. Aber auch hier wird PAS nur noch selten angewendet.

5 Nebenwirkungen

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