Office-Eye-Syndrom
Synonym: Büroaugen-Syndrom
Englisch: office eye syndrome, computer vision syndrome, CVS, digital eye strain
Definition
Das Office-Eye-Syndrom ist kein einheitlich definierter Krankheitsbegriff, sondern eine umgangssprachliche Sammelbezeichnung für Augenbeschwerden, die im Zusammenhang mit längerer Bildschirmarbeit auftreten. Typisch sind die Überbelastung ("digital eye strain") und/oder ein verstärktes Trockenheitsgefühl der Augen.
Hintergrund
Bei konzentrierter Naharbeit am Bildschirm sinkt oft die Lidschlussfrequenz. Zusätzlich kommt es häufiger zu einem inkompletten Lidschluss. Dadurch wird der Tränenfilm schlechter erneuert, was zur Reizung der Augen führt und ein Trockenheitsgefühl begünstigt. Trockene Raumluft (Heizung, Klimaanlage), Luftzug und ungünstige Sehbedingungen (Blendung, Reflexion, falsche Sehdistanz) können die Beschwerden verstärken.
Symptome
Das Beschwerdebild ist meist unspezifisch und schwankt im Tagesverlauf. Häufig genannt werden:
- trockene, brennende oder gerötete Augen
- Fremdkörpergefühl
- Lichtempfindlichkeit
- verschwommenes Sehen
- Kopfschmerzen, teils Nacken-/Schulterbeschwerden im Rahmen der Bildschirmarbeit
Hinzu treten Müdigkeit und Konzentrationsprobleme.
Diagnostik
Die Diagnostik basiert auf einer Anamnese mit Fokus auf Bildschirmarbeitszeit und Arbeitsplatzbedingungen. Die augenärztliche Untersuchung umfasst die Visusprüfung, die Beurteilung des Tränenfilms und den Ausschluss anderer Ursachen wie Blepharitis, Konjunktivitis oder relevanter Refraktionsfehler.
Therapie und Prävention
Die Behandlung ist primär nicht medikamentös und symptomorientiert:
- Optimierung der Arbeitsplatzergonomie (Bildschirmabstand, -höhe, Beleuchtung)
- regelmäßige Bildschirmpausen (z.B. 20-20-20-Regel)
- bewusste Steigerung der Lidschlagfrequenz
- Tränenersatzmittel bei Symptomen eines trockenen Auges
- Korrektur bestehender Fehlsichtigkeit
Quelle
- Artemiskliniken.de - Office-Eye-Syndrom – Was hilft dagegen, abgerufen am 26.01.2026